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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Einfahren, aber richtig :-)


Jens58
Di., 27. Nov. 2007, 17:46:45
So, da möchte ich doch mal das Thema einfahren wieder hochholen.
Ich glaub ich hab so ziemlich alles gelesen, was dazu geschrieben wurde hier im Forum. Im Inet hab ich auch mal rumgesucht.
Da drängen sich mir einige Fragen auf, z.B....
Sehr oft hat man den Eindruck, dass das Einfahren gleichgesetzt wird mit einem Training für einen Menschen (spurtstark, geringer Verbrauch, etc)
Ich kann mir das nicht so recht vorstellen.
Das früher die Autos eingefahren werden mussten, lag doch eher daran das die Toleranzen zwischen den verschiedenen Teilen eingeschliffen/ abgeschliffen werden mussten, oder ?
Heute soll mit so geringen Toleranzen gearbeitet weren, dass ein Einfahren nicht nötig wäre, so sagt man.
Also, meine Frage zu diesen ganzen Sache :
Was sollen die verschiedenen Einfahrtipps eigentlich bewirken.
Also z.B. geringer Verbrauch, da haben wir ja fast alle Interesse dran.
Was soll den bei einer bestimmten Art des Einfahrens bei den mechanischen Teilen passieren, dass es sich auf den Verbrauch auswirkt ?
Kann man einen Motor trainieren ?
Da ich ja erst seit kurzem einen neuen Berlingo habe, würd mich mal die Meinung interessieren.
Toll wäre es, wenn sich auch jemand vom Fach ( KFZ Mechaniker z.B.) mal dazu äussern würde.

Föppes
Di., 27. Nov. 2007, 20:37:12
na, dann will ich mal ein bißchen vom leder ziehen - wohlwissend, dass es mit sicherheit wieder geschrei gibt, dass sei alles quatsch! ;)

mitte der 80er jahre hat ein kumpel sich eine brandneue suzuki gsxr 750 limited edition gekauft. das war damals so ziemlich das derbste, was man in der 750 ccm-klasse von der stange bekam und der motor war für die zeit ein echtes hochleistungsteilchen.
die kiste wurde vom ersten tag an richtig geknüppelt und hat vom stadtkurs in speyer über renntrainings in rijeka bis zu den 1000 km in hockenheim so ziemlich alles über sich ergehen lassen müssen.
bei kilometerstand 69.000 ist sie dann an eine bekannte gegangen, die zwar keine rennen fuhr, aber den motor ebenfalls nicht geschont hat. so konnte ich das moppedleben bis über die 80.000 km-marke verfolgen, bevor das ding in fremde hände kam und die kiste lief immer wie das sprichwörtliche gewitter.

moderne 4-takter einfahren halte ich für quatsch, wenn meine 2-taktende rd350ypvs jedoch neue kolben bekommt, halte ich mich die ersten 200 km immer zurück - 2-takter sind da etwas empfindlicher. da klemmt sonst schon mal ein kolben.

maasi
Di., 27. Nov. 2007, 20:39:32
na, dann will ich mal ein bißchen vom leder ziehen - wohlwissend, dass es mit sicherheit wieder geschrei gibt, dass sei alles quatsch! ;)

mitte der 80er jahre hat ein kumpel sich eine brandneue suzuki gsxr 750 limited edition gekauft. das war damals so ziemlich das derbste, was man in der 750 ccm-klasse von der stange bekam und der motor war für die zeit ein echtes hochleistungsteilchen.
die kiste wurde vom ersten tag an richtig geknüppelt und hat vom stadtkurs in speyer über renntrainings in rijeka bis zu den 1000 km in hockenheim so ziemlich alles über sich ergehen lassen müssen.
bei kilometerstand 69.000 ist sie dann an eine bekannte gegangen, die zwar keine rennen fuhr, aber den motor ebenfalls nicht geschont hat. so konnte ich das moppedleben bis über die 80.000 km-marke verfolgen, bevor das ding in fremde hände kam und die kiste lief immer wie das sprichwörtliche gewitter.

moderne 4-takter einfahren halte ich für quatsch, wenn meine 2-taktende rd350ypvs jedoch neue kolben bekommt, halte ich mich die ersten 200 km immer zurück - 2-takter sind da etwas empfindlicher. da klemmt sonst schon mal ein kolben.föppes - paß auf dich auf!
gruß von maasihttp://www.berlingo.org/images/smilies/wave.gif

kidsparadies
Di., 27. Nov. 2007, 21:37:29
föppes - paß auf dich auf!
gruß von maasihttp://www.berlingo.org/images/smilies/wave.gifVon wegen modernen Zeitakter einfahren.

Mein Junior fährt seine KTM SX 65 grundsätzlich im 2. oder 3. Gang ausschließlich Vollgas.
Nach ca. 10 Trainingstagen hat das weder dem Motor noch dem Getriebe geschadet.

(Er traut sich nicht in den 4. oder 5. oder gar 6. Gang zu schalten weil die Kiste dann zu schnell wird)

Ralf K.
Mi., 28. Nov. 2007, 01:09:15
Das früher die Autos eingefahren werden mussten, lag doch eher daran das die Toleranzen zwischen den verschiedenen Teilen eingeschliffen/ abgeschliffen werden mussten, oder ?
Heute soll mit so geringen Toleranzen gearbeitet weren, dass ein Einfahren nicht nötig wäre, so sagt man.
Da hat sich prinzipiell nicht viel geändert. Und damit nehme ich den Gegenpart zu den Vorrednern ein. Ich habe in den letzten Jahren zwei Moppeds eingefahren und aktuell meinen HDi.

Selbstverständlich funktionieren anfangs weder Motor noch Fahrwerk optimal.

Reifen müssen prinzipiell eingefahren werden. Bei der Dose regelt sich das innerhalb von wenigen km, da man typischerweise auf der üblichen Aufstandsfläche fährt. Beim Mopped ist das Thema deutlich auffälliger. Hier muß während des Einfahrens die Schicht vom Reifen angerauht werden, die das Trennmittel zwischen Gummi und Form enthält. Der Reibwert mit Trennmittel ist deutlich geringer als der eines angefahrenen Reifens -> sichtbarer Angstrand.

Bei den Bremsen sind es IMHO folgende Argumente zum schonenden Einfahren:
- Die Beläge müssen sich an die Scheiben anpassen bzw. umgekehrt. D.h. während der ersten Bremsaktionen liegt nur ein recht geringer Anteil der Bremsbelagsfläche an der Scheibe an, wodurch die Bremswirkung noch nicht optimal ist.
- Die ersten Bremsaktionen sollen keine Gewaltbremsungen sein. Es besteht die Gefahr des Verglasens der Bremsbelagsoberfläche wg. lokaler Überhitzung.
- Außerdem muß auch die Oberfläche der Bremsbeläge von Produktionsrückständen oder Fettfingerabdrücken von der Montage befreit werden.

Beim Fahrwerk, also Stoßdämpfer und Lager gilt wie auch beim Motor, daß sich Kontaktflächen aneinander anpassen müssen. Das können Lager sein wie z.B. die Kolbenstange im Federbein in ihren Gleitbuchsen. Um das am Beispiel eines Moppeds zu belegen: meine Probefahrt-LC8 hatte seinerzeit bereits ein paar 100km auf dem Zähler und ein genial funktionierendes Fahrwerk, meine eigene fuhr sich auf den ersten 100km schlimmer als Bayerngeraffel bis die Gabel und das Federbein gut funktionierten. Ich war auf den ersten km regelrecht schockiert und enttäuscht, was sich nach rund 300km endgültig legte :-)

Beim Motor und Getriebe sehe ich auch heute noch die Lager, die sich einlaufen müssen, wenn auch nicht unbedingt in dem Maß wie in den 1950er Jahren. Die Werkstoffkunde hat seither echte Fortschritte gemacht, auch in der Praxis ;-)

Im Bereich des Motors sind es z.B. Kolbenringe (Kompressionsringe und Ölabstreifringe), die sich an die Zylinderlauffläche auch heute noch einschleifen und durch die anfangs erhöhte Temperatur durch den erhöhten Widerstand nicht überhitzen dürfen (eine Überhitzugen verändert das Material in diversen Eigenschaften wie z.B. Härte, siehe Kolbenklemmer). Weiterhin verändert sich die Zylinderlaufbahn im mikroskopischen Bereich auf den ersten Betriebsstunden: die kleinen "Täler", die teils sogar künstlich beim Hohnen oder nach dem Beschichten "eingekerbt" werden, füllen sich mit Ölkohle, die durch den Druck der Verbrennung regelrecht verglast und eine glattere Oberfläche ergibt. Während dieser Zeit ist der Reibungswiderstand der Ringe und der Kolben noch deutlich erhöht gegenüber dem normalen Betrieb. Auch erhöht der Kohleanteil in der Oberfläche die Notlaufeigenschaften bei fehlendem Ölfilm wie z.B. beim Kaltstart (Mein Berli hat daher am ersten Tag mit 2 Kaltstarts eine Laufleistung von über 700km erlebt :-) ).

Da somit während der ersten km überall erhöhte Reibung auftritt, die in Form von Wärme abgegeben wird, sollte lokale Überhitzung vermeiden werden. Daher das etwas schonendere Einfahren.

Nebenbei werden heutige Motorsteuerungen teilweise während der ersten Mm tatsächlich trainiert. Wie auch immer diese Algorithmen aussehen ...? Bei den oben erwähnten LC8, aber diesmal den elektrisch gesteuerten, also die, die so modernes Elektrogelumpe dran haben zur Gemischaufbereitung, ist es so, daß die Höchstleistung erst mit 2 - 3 Mm erreicht wird, da sich die Steuerung die optimalen Parameter für genau ihren Motor erst "erarbeitet". Da ist sogar die "Initialisierung" des Motors eine mechanische Katastrophe, IMHO, nur um der blöden Steuerung die Möglichkeit zur Erfassung der ersten paar Parameter zu geben: das nagelneue Motörchen wird genommen und muß 15min(!) im Stand laufen, bis der Krümmer rot glüht und ebenso der Kühlerventilator.

Und jetzt erkennt der dies verstehende Leser sofort, weswegen ein Wechsel von Motor- und Getriebeöl nach einigen Mm durchaus Vorteile hat :-)

Gruß, Ralf

loup
Mi., 28. Nov. 2007, 12:07:09
hallo ralf!

sehr interessanter beitrag, aber was heisst "Mm"?

lg
loup

mmxgold
Mi., 28. Nov. 2007, 12:25:40
Hi,

Mm = Megameter = tausend Kilometer

Gruß Martin

silosarg
Mi., 28. Nov. 2007, 13:56:28
- D.h. während der ersten Bremsaktionen liegt nur ein recht geringer Anteil der Bremsbelagsfläche an der Scheibe an,

- Fettfingerabdrücke von der Montage

- Beim...Getriebe sehe ich auch heute noch die Lager, die sich einlaufen müssen,

- durch die anfangs erhöhte Temperatur durch den erhöhten Widerstand nicht überhitzen dürfen

- die kleinen "Täler", die teils sogar künstlich beim Hohnen oder nach dem Beschichten "eingekerbt" werden, füllen sich mit Ölkohle, die durch den Druck der Verbrennung regelrecht verglast und eine glattere Oberfläche ergibt. Während dieser Zeit ist der Reibungswiderstand der Ringe und der Kolben noch deutlich erhöht gegenüber dem normalen Betrieb.

-Da somit während der ersten km überall erhöhte Reibung auftritt, die in Form von Wärme abgegeben wird, sollte lokale Überhitzung vermeiden werden. Daher das etwas schonendere Einfahren.

-bis der Krümmer rot glüht und ebenso der Kühlerventilator.

- Und jetzt erkennt der dies verstehende Leser sofort, weswegen ein Wechsel von Motor- und Getriebeöl nach einigen Mm durchaus Vorteile hat :-)

Gruß, Ralf

Da haust Du ja ganz schöne Nägel rein...

So wie du es schilderst, dürfte sich ein neuer Motor vor lauter Reibung
ja kaum durchdrehen lassen. Die Anfangs minimal höhere Reibung im Motor
erzeugt bei weitem nicht die termische Belastung wie Du sie darstellst.
Und in dem beim Honen zwangsläufig, nicht
"teils sogar künstlich", entstehenden Kreuzschliff bleibt das Motoröl hängen,
nicht die Ölköhle.

Und wenn Du dann noch behauptest, dass nur ein geringer Teil der
Belagfläche an der Bremsscheibe anliegt oder Fettfingerabdrücke von der
Montage vorhanden sind, dann solltest Du Dich vielleicht mal zu einer
Werksführung in einem Automobilwerk hinreißen lassen.

Getriebelager einlaufen, rotglühende Kühlerventilatoren, Megameter...
willst Du uns verhoHnen oder verkaufst Du Produkte für einen Mineralölkonzern?

Ralf K.
Mi., 28. Nov. 2007, 15:55:27
So wie du es schilderst, dürfte sich ein neuer Motor vor lauter Reibung
ja kaum durchdrehen lassen.
Habe ich das behauptet? *wunder*

Gehört nicht auch zur allgemeinen Forumsweisheit, daß die Berlingomotoren im Laufe der ersten Mm eine fallende Kraftstoffverbrauchstendenz haben?


Die Anfangs minimal höhere Reibung im Motor
erzeugt bei weitem nicht die termische Belastung wie Du sie darstellst.
Was habe ich genau dargestellt bzw. was hast _Du_ gelesen?

Und in dem beim Honen zwangsläufig, nicht
"teils sogar künstlich", entstehenden Kreuzschliff bleibt das Motoröl hängen,
nicht die Ölköhle.
Ersteres auch.

Und wenn Du dann noch behauptest, dass nur ein geringer Teil der
Belagfläche an der Bremsscheibe anliegt
Da bleibe ich dabei. BTW ich wechsle an den Moppeds seit Jahren häufig genug den Radsatz (wg. unterschiedlicher Reifen je nach Einsatzzweck) und tausche je nach Mopped und Einsatz ggf. die Bremsbeläge passend zu den Scheiben. Wenn nicht, dann weiß ich sehr gut, wie sich solche Bremsbeläge auf den ersten km benehmen. Und nebenbei brauchen diese Moppeds sowieso viel häufiger neue Beläge. Wenn's blöd läuft bereits nach 2 Stunden (z.B. 3h-Enduro Sandweier bei feuchtem Wetter). Da kommt ein anderer Erfahrungsschatz auf als bei einer Dose, wobei die Problematik dieselbe ist.

oder Fettfingerabdrücke von der
Montage vorhanden sind,
Das wiederum kannst Du gerne weniger wörtlich nehmen. Aber es gibt Bremsscheiben, deren Oberfläche ebenfalls einige Bremsungen braucht, bis sie normale Qualitäten haben.

Getriebelager einlaufen,
Braucht jedes Lager, IMHO. Das kannst Du gerne anzweifeln, aber dann erkläre mir doch einfach mal, weswegen sogar Gabel und Federbein eines neuen Moppeds etliche km brauchen, bis sie nicht mehr bockig sind und feinfühlig ansprechen.

rotglühende Kühlerventilatoren,
Du solltest erstens Deinen Ironiedetektor frisch justieren (lassen), zweitens einem nahe gelegenen KTM-Händler bei der Übergabeinspektion einer Einspritz-LC8 oder 690SM zusehen. Rotglühende Krümmer(!) sind selbstverständlich.

Megameter...
man SI-Einheit oder http://de.wikipedia.org/wiki/Si-einheit

Oder erklärst Du einfach mal wieviel Tausend kB Deine Festplatte hat?

willst Du uns verhoHnen oder verkaufst Du Produkte für einen Mineralölkonzern?Wenn Du Dich wie auch immer fühlst, dann darfst Du das gerne tun. Aber wenn ich was verkaufen wollte, dann hätte ich das geschrieben. Das Gelesene zu verstehen scheint eine Kunst zu sein.

Ralf, nicht namenslos

Föppes
Mi., 28. Nov. 2007, 20:27:21
hi maasi :wave:

neben der der rd (und eine rd ist mit sicherheit kein moderner 2-takter, kidsparadies ;) ) steht noch eine gestrippte cali III ! lass den adler fliegen :bindafuer

@ralf: okidoki, mein posting bezog sich nur auf motor und antrieb, bzgl. reifen, bremsbeläge geb ich dir recht. fahrwerk merkste beim auto nicht, da die massen bei annähern gleichen reibflächengrößen vieeel größer sind, sodass losbrechmomente quasi nicht spürbar sind.
moderne motor- und getriebesteuerungen sind lernfähig, stimmt. lernen ist aber nur im fahreinsatz wirklich sinnvoll, nicht im stand und ohne last. eine getriebesteuerung braucht z.B. den parameter fahrer um zu lernen ob der gasfuß streichelt, oder derbe zutritt.
lernende steuergeräte sind im übrigen m.E. der grund für den eindruck von neuwagenfahrern, der spritverbrauch nimmt ab und die spritzigkeit zu. das liegt dann aber nicht an den sich einschleifenden kolbenringen, sondern an der elektronik, s.o.

moderne motorinnereien sind für die ersten km bereits mit kohlenstoff(-verbindungen) beschichtet, da brauchts keine ölkohle mehr. außerdem sind moderne oberflächen von motorteilen - insbesondere lagerwerkstoffe - so genau bearbeitet, dass ich behaupte: einfahren bringt nichts messbares.

zur beruhigung kann man ja das motoröl nach den ersten 1000 km wechseln, dann müßte man das aber konsequenterweise auch beim getriebe machen, die wiederum haben inzwischen aber lifetime-füllungen. wie verträgt sich das?

silosarg
Mi., 28. Nov. 2007, 22:12:26
Das Gelesene zu verstehen scheint eine Kunst zu sein.

Ralf, nicht namenslos

Hallo Ralf,

Du scheinst Deine eigene Schreibe nicht zu verstehen, ich habe
die entsprechenden Passagen doch zitiert...
und das mit den rotglühenden Kühlerventilatoren hast Du geschrieben,
nicht ich:

"...bis der Krümmer rot glüht und ebenso der Kühlerventilator."

Nochn Zitat:

"Und jetzt erkennt der dies verstehende Leser sofort, weswegen ein Wechsel
von Motor- und Getriebeöl nach einigen Mm durchaus Vorteile hat :-)"

Bringt Vorteile für die, die am überflüssigen Ölwechsel Geld verdienen und
Nachteile für denjenigen, der ihn bezahlen muss. Und für die Umwelt natürlich.

Nadel-, Rollen-, Kugel- oder Wälzlager, egal ob im Getriebe, der Radlagerung
oder den Zahnriemenspannrollen müssen nicht "eingefahren" werden, das darfst Du ruhig glauben.

Und wenn Du einfach TKm statt Mm schreibst, versteht Dich hier jeder und Du kannst
ganz ohne Nachfragen oder Wikipedia-Verweise auskommen.
Das aber nur als Vorschlag, es steht Dir natürlich frei, Dich auch
weiterhin "mit fallender Kraftstoffverbrauchstendenz" zu verknoten.
Nur technisch sollte es halt halbwegs richtig sein und da ist es hilfreich, wenn
man Äpfel nicht mit Birnen oder Federgaben mit Getrieben vergleicht.

Namenlos bin ich übrigens auch nicht, mein Pseudonym steht links oben
neben jedem meiner Postings: silosarg. Aber ich denke, wir können Du sagen. :bussi:

. Guido QQ
Mi., 28. Nov. 2007, 23:06:28
und ich denke, Ihr könntet Euch mal zusammenreissen.
Wenn Ihr Euch weiterfetzen wollt, macht das per PN.

Gruss
Guido

Ralf K.
Do., 29. Nov. 2007, 10:22:15
Moin!


neben der der rd (und eine rd ist mit sicherheit kein moderner 2-takter, kidsparadies ;) )
Ich biete mit knapp 20 Jahren auf einer RD250 mit. Aber kein Reiskocher, sondern noch der gute alte Reisbräter ;-) Da hat mein erster Kolbensatz wg. Vorbesitzer 20Mm gehalten, der zweite schon deutlich länger.

fahrwerk merkste beim auto nicht, da die massen bei annähern gleichen reibflächengrößen vieeel größer sind, sodass losbrechmomente quasi nicht spürbar sind.
Da ist was dran :-) Bei der Dose bin ich nicht so sensibel, und da ist mir das Fahrwerk eh nicht so wichtig, da ich selbiges typischerweise nicht an seinen Grenzen bewege (außer seinerzeit beim BX GTi mit nahezu keiner Schräglagenneigung in der Kurve :-) ).

moderne motor- und getriebesteuerungen sind lernfähig, stimmt. lernen ist aber nur im fahreinsatz wirklich sinnvoll, nicht im stand und ohne last.
Daß KTM eine solche Prozedur bei den Einspritzmotoren die Händler bei der Auslieferungsinspektion machen läßt, kannst Du gerne dort nachfragen. Mich hat das sehr verwundert.

moderne motorinnereien sind für die ersten km bereits mit kohlenstoff(-verbindungen) beschichtet, da brauchts keine ölkohle mehr. außerdem sind moderne oberflächen von motorteilen - insbesondere lagerwerkstoffe - so genau bearbeitet, dass ich behaupte: einfahren bringt nichts messbares.
Ich tendiere zu der Ansicht ( ;-) ), daß sich "moderne" Oberflächen auch noch aneinander anpassen, auch wenn heute andere Verfahren zur Oberflächenbearbeitung Standard sind. Ich bin mir übrigens gar nicht mal so sicher, ob heutige Verfahren in der Großserienfertigung wirklich bessere Ergebnisse liefern als die z.B. der 1960er/1970er Jahre. Wenn ich da an die damaligen 50ccm-Zweitakter denke, Nikasil-Beschichtung u.ä. Heutige Verfahren orientieren sich ausschließlich an der kostenoptimierten Fertigung und einer vorgesehenen Haltbarkeit von 160Mm[1].

Und da Du RD-Fahrr warst/bist, kannst Du gerne mal die Toleranzwerte in Motor und Getriebe der wassergekühlten RDs der 1980er Jahre mit denen der luftgekühlten aus den 1970er Jahren vergleichen. AFAIK sind die "moderneren" deutlich schlechter geworden.

zur beruhigung kann man ja das motoröl nach den ersten 1000 km wechseln, dann müßte man das aber konsequenterweise auch beim getriebe machen, die wiederum haben inzwischen aber lifetime-füllungen. wie verträgt sich das?Ich wechsle demnächst Motor- und Getriebeöl des Berlingo nach rund 2Mm. Wie andere das handhaben, ist deren Entscheidung. Daß der Hersteller nicht unbedingt an der Langlebigkeit seiner Produkte interessiert ist und ggf. andere Vorgaben macht, hat nichts mit technischen Betrachtung zu tun, sondern rein mit kaufmännischen.

Gruß, Ralf

[1] 160Mm bei Dosen, z.B. VW-PKW; z.B. bei motorisierten Zweirädern aus dem Hause BMW wird eine Lebenszeit von AFAIK 60Mm angenommen. Viel mehr erreichen die typischerweise auch nicht ohne größere Reparaturen an Getriebe oder Kraftübertragung.

Ralf K.
Do., 29. Nov. 2007, 10:43:08
Moin!


Du scheinst Deine eigene Schreibe nicht zu verstehen, ich habe
die entsprechenden Passagen doch zitiert...
... und ich habe Dich auf die Justage Deines Ironiedetektors hingewiesen. Nimm einfach ein paar ::::))));;;;;;----- und verteile sie an geeigneter Stelle im Text ;-)

Bringt Vorteile für die, die am überflüssigen Ölwechsel Geld verdienen und
Nachteile für denjenigen, der ihn bezahlen muss. Und für die Umwelt natürlich.
Für die Umwelt ist es immer noch am Besten, wenn ein Fahrzeug möglichst lange hält. Der Ressourceneinsatz ist bei der Produktion eindeutig am Größten. Ich bin der Meinung, daß ein Wechsel von Motoröl und Getriebeöl nach etlichen Betriebsstunden die Lebensdauer erhöht, weil Metallabrieb und anderes, was bei der Montage mit reinkam, rauskommt. Letzteres habe ich leider schon erlebt (Dichtungsmassebrocken).

Namenlos bin ich übrigens auch nicht, mein Pseudonym steht links oben
neben jedem meiner Postings: silosarg. Aber ich denke, wir können Du sagen. :bussi:Achso, die "moderne" Welt 2.0 im Web, wo man sich nur noch als Pseudonym und lustiges Bildchen am linken Bildschirmrand darstellt. Tut mir leid, daß ich etwas rückständig bin, Realnamen gewohnt bin und mit Menschen kommuniziere.

Gruß, Ralf