matheo
Mi., 30. Jul. 2008, 13:32:14
Weil mein Jumpy heute beim Freundlichen wegen eines fiesen Steinschlags von einem vorausfahrenden BMX X5 eine neue Frontscheibe bekommt, habe ich als Werkstattwagen den neuen Berlingo Multispace HDi110 bekommen. Hier meine ersten Eindrücke nach etwa 40 km Fahrt über Landstraße und Autobahn. Anzufügen sei noch, daß ich erst letzte Woche wieder Gelegenheit hatte, den Berli 2 meines Sohns zu fahren und der Vergleich beider Modelle daher leichter fällt.
Schon von außen betrachtet nehme ich die etwas größeren Dimensionen wahr. Obwohl beispielsweise die vorderen Türverkleidungen in einem Guß und am Stück aus Kunststoff geformt zu sein scheinen, macht der gesamte Innenraum einen wertigeren Eindruck als beim Berli 2. Dieser Eindruck verstärkt sich, wenn man auf dem straff gepolsterten Fahrersitz Platz genommen hat und die Seitenführung vor allem im Bereich des Oberkörpers spürt. Die Sitze sind ein ganz deutlicher Komfortgewinn im Vergleich zum Vorgänger; da hat sich einiges getan bei der Entwicklung! Das Armaturenbrett, vor allem im mittleren Bereich, baut sich beachtlich vor einem auf und verschafft damit ein größeres Geborgenheitsgefühl als beim alten Modell, subjektiv fühlt man sich für den Fall eines Aufpralls sicher aufgehoben.
Als ich die hintere Schiebetür öffne, fällt mir als erstes die weit heruntergezogene Verkleidung der oberen Führung auf. Als 1,90 m Mann würde ich da unwillkürlich den Kopf tiefer einziehen, wenn ich auf den Rücksitzen Platz nehmen sollte, aber der Praxistest beweist, daß das gar nicht nötig ist. Apropos Schiebetüren: die laufen mit der neuen Führung unter den hinteren Seitenfenster ebenso stabil wie bei meinem Jumpy und schließen auch richtig satt. Den Zuwachs in der Breite spüre ich deutlich im Innenraum, als ich beim Fahren den rechten Arm gewohnheitsmäßig auf den Beifahrersitz lege: der Abstand zwischen den Vordersitzen ist deutlich gewachsen.
Überhaupt können einige Details ihre Verwandtschaft mit dem größeren Bruder, dem Jumpy, nicht verleugnen: die Position des Schalthebels, die Armaturen, Aussehen, Form und Integration der Frontscheibe mit den A-Säulen und mehr.
Anlassen und die Spiegel einstellen: endlich kann auch der linke Außenspiegel elektrisch betätigt werden, das habe ich beim Berli 2 schon immer ein wenig vermißt. Schon auf den ersten Metern im Fahrbetrieb fällt auf, daß der Abrollkomfort besser und die Fahrgeräusche weit geringer sind als beim Vorgänger. Dieser Eindruck verstärkt sich mit zunehmender Geschwindigkeit und erst recht später auf der Autobahn mit rund 170 km/h auf dem Tacho. Beim Spurwechsel auf der Autobahn erfordert der Berli 3 wegen seiner nebst Verkleidungen noch breiteren B-Säule eine bewegliche Halswirbelsäule; jeder Fahrschullehrer würde sich über diese Art von Schulterblick freuen. :pfeiff:
Über die Fahrleistungen läßt sich absolut nichts negatives sagen. Dieser Berlingo 3 mit dem großen Dieselmotor zieht in jedem Drehzahlbereich vehement und angenehm nach vorn, beim Anfahren im ersten Gang geht das sogar angenehmer vonstatten als bei meinem Jumpy mit dem 140 PS Dieselmotor. Letzterer neigt nämlich zu einem fast schon brachial zu nennenden Turboschub im ersten Gang, was einen sensiblen Gasfuß erfordert.
Überholmanöver auf einer Landstraße mit langgezogenen Kurven lassen den Puls nicht ansteigen, es sind genug Leistungsreserven vorhanden und obwohl ich von meinem Mazda MX-5 mit dessen Go-Cart-Feeling in punkto Straßen- und Kurvenlage weit höhere Querbeschleunigungen gewohnt bin, macht es mir fast schon richtigen Spaß, mit dem neuen Berlingo etwas flotter durch die Kurven zu wedeln. Alle Achtung, was die französischen Ingenieure da für ein Fahrwerk entwickelt haben, komfortabel, straff, aber für ein Auto dieser Gattung auch wieder nicht zu straff, und beinahe auch schon ein wenig sportlich.
Kurz und gut: wenn ich die größere Kapazität und Zuladung des Jumpy nicht bräuchte, dann wäre der Berlingo 3 wieder meine erste Wahl; allerdings mit dem Modutop Dach und in einer höheren Ausstattungsvariante, denn in dem Werkstattwagen sind die beiden unteren Lüftungsdüsen in der Mitte "blind" und z.B. ohne Nebelscheinwerfer sieht sein Gesicht für meinen Geschmack wenig attraktiv aus. ;)
Und für die Bilder-Fetischisten hier noch ein paar schnell geschossene Fotos: :D
http://www.r-u-m.org/berlingo/berli3_1.jpg
http://www.r-u-m.org/berlingo/berli3_2.jpg
http://www.r-u-m.org/berlingo/berli3_3.jpg
http://www.r-u-m.org/berlingo/berli3_sitzv.jpg
http://www.r-u-m.org/berlingo/berli3_sitzh.jpg
Schon von außen betrachtet nehme ich die etwas größeren Dimensionen wahr. Obwohl beispielsweise die vorderen Türverkleidungen in einem Guß und am Stück aus Kunststoff geformt zu sein scheinen, macht der gesamte Innenraum einen wertigeren Eindruck als beim Berli 2. Dieser Eindruck verstärkt sich, wenn man auf dem straff gepolsterten Fahrersitz Platz genommen hat und die Seitenführung vor allem im Bereich des Oberkörpers spürt. Die Sitze sind ein ganz deutlicher Komfortgewinn im Vergleich zum Vorgänger; da hat sich einiges getan bei der Entwicklung! Das Armaturenbrett, vor allem im mittleren Bereich, baut sich beachtlich vor einem auf und verschafft damit ein größeres Geborgenheitsgefühl als beim alten Modell, subjektiv fühlt man sich für den Fall eines Aufpralls sicher aufgehoben.
Als ich die hintere Schiebetür öffne, fällt mir als erstes die weit heruntergezogene Verkleidung der oberen Führung auf. Als 1,90 m Mann würde ich da unwillkürlich den Kopf tiefer einziehen, wenn ich auf den Rücksitzen Platz nehmen sollte, aber der Praxistest beweist, daß das gar nicht nötig ist. Apropos Schiebetüren: die laufen mit der neuen Führung unter den hinteren Seitenfenster ebenso stabil wie bei meinem Jumpy und schließen auch richtig satt. Den Zuwachs in der Breite spüre ich deutlich im Innenraum, als ich beim Fahren den rechten Arm gewohnheitsmäßig auf den Beifahrersitz lege: der Abstand zwischen den Vordersitzen ist deutlich gewachsen.
Überhaupt können einige Details ihre Verwandtschaft mit dem größeren Bruder, dem Jumpy, nicht verleugnen: die Position des Schalthebels, die Armaturen, Aussehen, Form und Integration der Frontscheibe mit den A-Säulen und mehr.
Anlassen und die Spiegel einstellen: endlich kann auch der linke Außenspiegel elektrisch betätigt werden, das habe ich beim Berli 2 schon immer ein wenig vermißt. Schon auf den ersten Metern im Fahrbetrieb fällt auf, daß der Abrollkomfort besser und die Fahrgeräusche weit geringer sind als beim Vorgänger. Dieser Eindruck verstärkt sich mit zunehmender Geschwindigkeit und erst recht später auf der Autobahn mit rund 170 km/h auf dem Tacho. Beim Spurwechsel auf der Autobahn erfordert der Berli 3 wegen seiner nebst Verkleidungen noch breiteren B-Säule eine bewegliche Halswirbelsäule; jeder Fahrschullehrer würde sich über diese Art von Schulterblick freuen. :pfeiff:
Über die Fahrleistungen läßt sich absolut nichts negatives sagen. Dieser Berlingo 3 mit dem großen Dieselmotor zieht in jedem Drehzahlbereich vehement und angenehm nach vorn, beim Anfahren im ersten Gang geht das sogar angenehmer vonstatten als bei meinem Jumpy mit dem 140 PS Dieselmotor. Letzterer neigt nämlich zu einem fast schon brachial zu nennenden Turboschub im ersten Gang, was einen sensiblen Gasfuß erfordert.
Überholmanöver auf einer Landstraße mit langgezogenen Kurven lassen den Puls nicht ansteigen, es sind genug Leistungsreserven vorhanden und obwohl ich von meinem Mazda MX-5 mit dessen Go-Cart-Feeling in punkto Straßen- und Kurvenlage weit höhere Querbeschleunigungen gewohnt bin, macht es mir fast schon richtigen Spaß, mit dem neuen Berlingo etwas flotter durch die Kurven zu wedeln. Alle Achtung, was die französischen Ingenieure da für ein Fahrwerk entwickelt haben, komfortabel, straff, aber für ein Auto dieser Gattung auch wieder nicht zu straff, und beinahe auch schon ein wenig sportlich.
Kurz und gut: wenn ich die größere Kapazität und Zuladung des Jumpy nicht bräuchte, dann wäre der Berlingo 3 wieder meine erste Wahl; allerdings mit dem Modutop Dach und in einer höheren Ausstattungsvariante, denn in dem Werkstattwagen sind die beiden unteren Lüftungsdüsen in der Mitte "blind" und z.B. ohne Nebelscheinwerfer sieht sein Gesicht für meinen Geschmack wenig attraktiv aus. ;)
Und für die Bilder-Fetischisten hier noch ein paar schnell geschossene Fotos: :D
http://www.r-u-m.org/berlingo/berli3_1.jpg
http://www.r-u-m.org/berlingo/berli3_2.jpg
http://www.r-u-m.org/berlingo/berli3_3.jpg
http://www.r-u-m.org/berlingo/berli3_sitzv.jpg
http://www.r-u-m.org/berlingo/berli3_sitzh.jpg