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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dauerbeleuchtung


jürgen
Wed, den 16. June 2004, 09:11:13
hallo zusammen,
ich habe mir ein reimport aus dänemark
zugelegt.
nun hab ich ein kleines problem,
das abblendlicht ist bei mir immer eingeschaltet( ist halt ein däne )
nun meine frage kann man es irgentwie ausschalten z.b. sicherung
ziehen?
gruß jürgen :confused:

Bluecontacter
Wed, den 16. June 2004, 09:19:21
Wenn das ein IIer Berlingo ist, kannst du das in der Werkstatt vom Freundlichen ändern lassen. Das ist eine Option in der Software. Da kann dann ein "Schalter" (Auswahl in der Software) umgelegt werden, damit die "Skandinavien Option" nicht mehr gesetzt ist...

Gruß Bastian

sire69
Wed, den 16. June 2004, 09:49:56
Hallo Jürgen!

Wie muss ich mir das denn vorstellen? Sind da ganz normal die Abblendlampen und die Rückleuchten an oder nur die Abblenlampen oder sind da gar Tagfahrleuchten verbaut?

Ich habe für meinen Berlingo, falls er denn jemals kommt, schon Tagfahrleuchten zu Hause liegen, die ich einbauen will(Hab´da so´n Sicherheitstick). Falls es da Originalteile gibt, die dann ohne Sägen passen, würde ich wohl lieber da zuschlagen und die anderen in den Twingo basteln.

Gruß

Lars

jürgen
Wed, den 16. June 2004, 11:39:17
das ganz normale abblendlich hinten und vorne schalten sich nach dem start an. :yaya:

Patrick
Wed, den 16. June 2004, 18:13:55
Hallo Jürgen

warum lässt du das Licht nicht einfach brennen?
meiner meinung nach wird man dann besser gesehen auch am Tage.

Ich persöhnlich handhabe das mit dem Licht wie mit dem anschnallen.
Beides vor der Fahrt

servus

Yogi
Wed, den 16. June 2004, 20:18:36
Ich habe mir vorgenommen, das skandinavische Dauerabblendlicht einschalten zu lassen. Brauche ich da eine stärkere Lichtmaschine/Batterie?

zooom
Thu, den 17. June 2004, 08:35:04
Ich habe mir vorgenommen, das skandinavische Dauerabblendlicht einschalten zu lassen. Brauche ich da eine stärkere Lichtmaschine/Batterie?

Nö, wieso solltest Du? müßte Dein Auto ja nachts auch ausgehen... :lol:

Bluecontacter
Thu, den 17. June 2004, 12:47:28
Wie schon gesagt, leuchtet bei der "Skandinavien" Einstellung das Abblendlicht und die Rückleuchten. Es sei denn, du hast einen Fehler an der BSI (wie ich ihn hatte) dann leuchtet nur das Abblendlicht, obwohl die Option auf "aus" stand... ;-)

Mal im Ernst. Diese Option kann der Freundliche in der BSI einschaltet. Dazu steckt er seinen Laptop ein, erkennt das Fahrzeug, und schaltet die Option ein. Das Ganze ich eine Sache von 10 Minuten maximal. Nachteil ist, daß die Lampen einen höheren "Verschleiß" haben, und dann mal eben 120W an Licht andauert brennen, die auch vom Motor mitvesorgt werden wollen => Mehrverbrauch. Wird zwar nicht viel sein, aber immerhin. Ich würde eher die Tagfahrleuchten aus dem Zubehör anbauen. Die haben eine Geringege Leistung, sind dafür aber echt hell, und "schonen" die normalen Lampen. Ich werde mir auch jetzt irgendwann die Tagfahrlampen anbauen, weil wir auch IMMER mit Licht fahren. Ich finde, daß Fahrzeuge mit Licht auch Tagsüber besser gesehen werden, obwohl ja auch wieder Stimmen laut wurden, daß man dann den Motorradfahrer, die ja hier zu Lande auch mit Dauerabblendlicht fahren müssen, den Vorteil der früheren Erkennung nimmt, und es damit zu (noch) mehr Unfällen mit Zweiradbeteiligug kommt. Das kann man jetzt sehen wie mal will...

Gruß Bastian

lalelu253
Thu, den 17. June 2004, 15:32:22
:angst: Seh ich auch so... mein Mann ("alter" Motorradfahrer) schimpft immer über die Autos, die tags mit Licht fahren (ja auch die in DK, die wir da im Urlaub immer alle sehen)... da man die Motorräder dann wirklich nicht mehr gesondert wahrnimmt!!!!!!! Sollte man vielleicht doch mal drüber nachdenken, bevor man tags mit Licht fährt...! :angst:

Yogi
Thu, den 17. June 2004, 19:12:29
:angst: Seh ich auch so... mein Mann ("alter" Motorradfahrer) schimpft immer über die Autos, die tags mit Licht fahren (ja auch die in DK, die wir da im Urlaub immer alle sehen)... da man die Motorräder dann wirklich nicht mehr gesondert wahrnimmt!!!!!!! Sollte man vielleicht doch mal drüber nachdenken, bevor man tags mit Licht fährt...! :angst:
Ich fahre unter anderem mit Licht, weil Kinder Autos so besser wahrnehmen. Ausserdem ist es ja nicht so, dass die Motoradfahrer als Motorradfahrer wahrgenommen werden sollen, sondern als Verkehrsteilnehmer. Autos mit Licht werden als Verkehrsteilnehmer eben auch besser wahrgenommen.

Yogi
Thu, den 17. June 2004, 19:15:54
Nö, wieso solltest Du? müßte Dein Auto ja nachts auch ausgehen... :lol:
Als ich mit unserem Peugeot 106 3 Wochen auch am Tage mit Licht gefahren bin, war die Batterie alle (Winter: Heizungsgebläse, Radio, Licht,...). Die Lichtmaschine hat anscheinend im Stadtverkehr nicht genug Leistung gehabt.

Werner
Thu, den 17. June 2004, 19:58:25
Ich fahre unter anderem mit Licht, weil Kinder Autos so besser wahrnehmen. Ausserdem ist es ja nicht so, dass die Motoradfahrer als Motorradfahrer wahrgenommen werden sollen, sondern als Verkehrsteilnehmer. Autos mit Licht werden als Verkehrsteilnehmer eben auch besser wahrgenommen.

Hallo Yogi - im Prinzip hast Du recht, ein Auto mit Licht wird auch besser gesehen, weils halt mehr auffällt.
Aber der Motorradfahrer hat nunmal ne wesentlich kleinere Stirnfront wie ein Auto, erst recht wie ein Berlingo. Aus diesem Grunde, also um dieses "Manko" auszugleichen fahren seit einiger Zeit die Motorradfahrer mit Licht. Dieser Sicherheitsvorteil wäre dahin, wenn nun alle mit Licht fahren würden.
Aber an sich ein Thema, bei dem sich "die Geister" scheiden.
Da ich nun beides fahre und ich als Motorradfahrer schon oft übersehen wurde, bleibe ich bei meinem Auto bei "ohneLichttagsüber".
Gerade der Berlingo hat eine so große "Schrankwandfront" ... obs da noch das Fahrlicht brauch??? Aufpassen auf die Kids muss man ja sowieso - wenn die nämlich auf die Straße laufen, gucken die meist überhaupt nich - da nützt denn auch kein Licht - nur aufpassen!!
Aber dies muss letztendlich jeder selbst entscheiden.

LG

Werner

DiDre
Thu, den 17. June 2004, 21:40:13
Autos mit Licht werden als Verkehrsteilnehmer eben auch besser wahrgenommen.

Ja - die werden besser wahrgenommen - mich nerven sie.
Man sieht nämlich nur noch 2 Lichtkreise und nimmt das Auto als solches nicht mehr war.
Ganz schlimm ist es abends, wenn es zwar noch so hell ist, daß man auf 10 km super alles erkennen könnte, aber dann welche mit Licht fahren und dunkle Autos dazwischen sind. Die dunklen Autos haben recht - nur durch die "Blender" fallen sie fast nicht mehr auf.

Nur meine Meinung....

mickey
Thu, den 17. June 2004, 21:58:00
Ich fahre schon seit mehr als 15 Jahre immer mit Licht.
Fahre ich jetzt z. B. bei hellem Sonnenschein in ein Waldstück und es kommt mir einer ohne Licht entgegen, ist er schlecht zu sehen.
Außerdem ärgere ich mich auch immer in Tunneln über die Lichtmuffel.
Beleuchtete Autos werden früher und besser erkannt. Nicht nur von Kindern sondern auch von alten Leuten. Das verringert die Unfallgefahr. Es ist halt einfach Gewohnheit, mit oder ohne Licht zu fahren. Nur viele schalten ihr Licht in der Dämmerung oder bei Regen zu spät ein.
Auf Rügen (Deutschland) muß man auch tagsüber mit Licht fahren!

Ich bin :bindafuer

Gruß Mickey

. Guido QQ
Thu, den 17. June 2004, 22:09:07
Ich kann Mickey nur beipflichten. Auch ich fahre ständig mit Licht. Genau aus den von ihm genannten Gründen.

In allen skandinavischen Ländern und in einigen anderen Staaten ist es bekanntermassen Pflicht, tagsüber mit Licht zu fahren. Die Autos dort haben gar keine Lichtschalter mehr. Und der drastische Rückgang der Unfallzahlen spricht Bände.

kaum einer weiss, dass das Land Niedersachsen einen Feldversuch durchgeführt hat. Man hat dafür geworben, tagsüber mit Licht zu fahren.
Vor ein paar Monaten habe ich gelesen, dass aufgrund dessen die Zahl der Unfälle mit Personenschäden um sage und schreibe 37% zurückgegangen ist!!!!!

Da habe ich mich nur gefragt: warum bitte steht das jetzt ganz klein auf Seite 17 unter "VErmischtes"??? Das gehört GROSS aufs Titelblatt!!!

Yogi
Fri, den 18. June 2004, 07:55:13
Hallo Yogi - im Prinzip hast Du recht, ein Auto mit Licht wird auch besser gesehen, weils halt mehr auffällt.
Aber der Motorradfahrer hat nunmal ne wesentlich kleinere Stirnfront wie ein Auto, erst recht wie ein Berlingo. Aus diesem Grunde, also um dieses "Manko" auszugleichen fahren seit einiger Zeit die Motorradfahrer mit Licht. Dieser Sicherheitsvorteil wäre dahin, wenn nun alle mit Licht fahren würden.
Aber an sich ein Thema, bei dem sich "die Geister" scheiden.
Da ich nun beides fahre und ich als Motorradfahrer schon oft übersehen wurde, bleibe ich bei meinem Auto bei "ohneLichttagsüber".
Gerade der Berlingo hat eine so große "Schrankwandfront" ... obs da noch das Fahrlicht brauch??? Aufpassen auf die Kids muss man ja sowieso - wenn die nämlich auf die Straße laufen, gucken die meist überhaupt nich - da nützt denn auch kein Licht - nur aufpassen!!
Aber dies muss letztendlich jeder selbst entscheiden.

LG

Werner
Ich verstehe die Argumentation nicht so ganz.
Es werden durch die Beleuchtung alle Verkehrsteilnehmer besser wargenommen. Wenn Fussgänger eine Laterne mit sich herumtragen würden, würden die Unfallzahlen wohl noch mehr zurückgehen. ;)
Du als Motorradfahrer (mit Licht) wirst doch nicht übersehen, wenn alle KFZ mit Licht fahren. Du wirst einfach auch besser gesehen!

@Didre:
Dein Argument ist ja wohl auch ein bischen weit hergeholt. Ich habe bei Tageslicht noch nie von einem Auto nur die Lichtkegel und nicht das ganze Auto gesehen. Du gibst den sicherheitsbewussten Autofahrern Schuld, dass die schwarzen Autos nicht mehr gesehen werden. Sehr "eigenwillige" Argumentation.

Alex Blaubär
Fri, den 18. June 2004, 08:01:52
Es sind schon lang nicht mehr nur die Skandinavier, inzwischen überholen uns bei diesen Thema schon die Südeuropäer, z.B. ist sowohl in Italien als auch Slowenien Tagfahrlicht Pflicht. Und es wird nicht mehr lange dauern, dann wird das Thema mit dem Umweg über Europa/Brüssel auch bei uns aktuell.

Aber natürlich ist es sinnvoll dafür spezielle Lampen am Auto zu haben, denn das normale Abblendlicht ist ja dafür da, die Fahrbahn zu beleuchten. Am Tag ist das meist ziemlich überflüssig :) und für die Aufgabe des "Gesehenwerdens" würde schon eine deutlich geringere Leistung (Standlicht ist schon wieder zu wenig) ausreichen.

Gruß

Alexander
(Lampen- und Lichtverkäufer)

Werner
Fri, den 18. June 2004, 12:04:43
Ich verstehe die Argumentation nicht so ganz.
Es werden durch die Beleuchtung alle Verkehrsteilnehmer besser wargenommen.
Du als Motorradfahrer (mit Licht) wirst doch nicht übersehen, wenn alle KFZ mit Licht fahren. Du wirst einfach auch besser gesehen!

Yogi, was ich (und auch Fachleute, wie die Sicherheitsexperten des ADAC) meinen, ist, wenn alle mit Licht fahren, fällt der Motorradfahrer wiederum durch seine kleine Stirnfläche nicht mehr auf. Stell Dir mal in einer Reihe nebeneinander 5 Autos vor, dazwischen ein Motorrad. Die Autos haben alle Licht aus und das Motorrad Licht an ---- fällt doch das Motorrad direkt auf oder? Wenn nun alle Autos Licht einschalten, fällt das Motorrad in der Mitte kaum auf.
Soooo, nur um diesen Unterschied geht es. Das ein Fahrzeug gleich welcher Art mit Licht besser gesehen wird ist unbestritten.

Im übrigen möchte ich mich Alex anschließen - über die EU wird es bestimmt nicht mehr lange dauern, bis bei uns auch der Tageslichtzwang eingeführt wird. *frotzelmodusan* Vielleicht kriegen wir Moppedfahrer dann serienmäßiges Blaulicht, damit wir wieder gesehen werden! *frotzelmodusaus*

LG

Werner

jota
Fri, den 18. June 2004, 13:33:03
Es werden durch die Beleuchtung alle Verkehrsteilnehmer besser wargenommen. Wenn Fussgänger eine Laterne mit sich herumtragen würden, würden die Unfallzahlen wohl noch mehr zurückgehen. ;)


Einspruch!

Da wird leider wieder eine ganze Gruppe von Verkehrsteilnehmern einfach vergessen.

Du schreibst ja selbst schon von Fußgängern - den Smiley an der Stelle kann ich allerdings nicht so ganz nachvollziehen.

Was mich an der Dauerbeleuchtung ängstigt, sind die Auswirkungen auf die Radfahrer. Ja, das sind auch Verkehrsteilnehmer. Die fahren auch (im Gegensatz zu Fußgängern) auf der Fahrbahn. -- Wenn eine Beleuchtungspflicht für Kfz eingeführt würde, würde sich meiner Meinung nach in kurzer Zeit in den Köpfen festsetzten: "Was sich gewegt, ist auch beleuchtet. Alles andere bewegt sich nicht und muss von mir deshalb nicht beachtet werden."

Ein konstruiertes Beispiel: Kreuzung, es wird grün, ich sitze im Auto und will links ab. Als Linksabbieger muss ich warten, bis die Gegenrichtung frei ist. Vielleicht nehmen wir zur Verschärfung der Situation noch Gegenlicht dazu. Macht ja nicht, man erkennt die Lichter ja gut. Aha, jetzt ist frei, Gaaaas, hoppla, bremmmms... Wo kommt denn das Fahrrad plötzlich her?

Ähnlich wie in Werners Beispiel mit den 5 Auto und dem Motorrad, nur schlimmer!
(Ein Auto muss meines Wissens min. 2 x 55W ausstrahlen, ein Fahrrad darf max. 1 x 2.4W. Hätte also auch wenig Sinn, das Licht einzuschalten.)

Tja, es gibt halt nur wenig Fahrradfahrer und von denen meiden die meisten noch die Fahrbahn - insofern kann die Gesamtzahl der Unfälle durchaus sinken und das ist dann ein prima (und durchaus zulässiges) Argument zur Einführung einer Beleuchtungspflicht - aber ich habe ein ungutes Gefühl dabei betreffend die Häufigkeit und die Schwere der Unfälle mit den "schwächeren" Verkehrteilnehmern (Fußgänger, Fahrradfahrer, Motorradfahrer).

... nur so ein Gedanke...
- jota-, häufiger mit dem Velo unterwegs als mit dem Auto

Yogi
Fri, den 18. June 2004, 14:05:07
Yogi, was ich (und auch Fachleute, wie die Sicherheitsexperten des ADAC) meinen, ist, wenn alle mit Licht fahren, fällt der Motorradfahrer wiederum durch seine kleine Stirnfläche nicht mehr auf. Stell Dir mal in einer Reihe nebeneinander 5 Autos vor, dazwischen ein Motorrad. Die Autos haben alle Licht aus und das Motorrad Licht an ---- fällt doch das Motorrad direkt auf oder? Wenn nun alle Autos Licht einschalten, fällt das Motorrad in der Mitte kaum auf.
Verstehe ich immer noch nicht. Wo ist denn das konkrete Problem? Alle haben Licht an. In welcher Situation könnte das denn dem Motorradfahrer schaden? Ein beleuchtetes Fahrzeug wird doch so oder so eher als potentielles Hindernis wahrgenommen. Da könnte man ja genauso argumentieren, dass innerhalb von Motorradgruppen nur jeder zweite mit Licht fahren soll, da man sonst den einzelnen im Lichtermeer nicht mehr sieht. :confused:
Es gibt übrigens auch in Skandinavien Motorradfahrer. Die positiven Aspekte scheinen dort ja seit Jahrzehnten zu überwiegen.

@jota:
Dein konstruiertes Beispiel hast Du heute in der Dämmerung auch schon, wenn einige mit Licht fahren und ein Fahrradfahrer vielleicht nicht.
Der Gesetzgeber kann Dir Deine Sorgfaltspflicht im Strassenverkehr nun mal nicht vollständig abnehmen, aber das Gesamtrisiko im Verkehr mindern. Der Radfahrer sieht Deine Aktion ja auch früher, wenn Du mit Licht abbiegst und kann ja auch reagieren.

fraggl
Fri, den 18. June 2004, 14:17:20
Ich fahre unter anderem mit Licht, weil Kinder Autos so besser wahrnehmen. Ausserdem ist es ja nicht so, dass die Motoradfahrer als Motorradfahrer wahrgenommen werden sollen, sondern als Verkehrsteilnehmer. Autos mit Licht werden als Verkehrsteilnehmer eben auch besser wahrgenommen.
Und irgendwann fahren alle mit Licht und dann ist nix mehr mit besser wahrnehmen...Mal ehrlich, der Berli ist doch wohl gross genug, um frueh gesehen zu werden....Wir reden hier nicht von schlechtem Wetter, das fahre ich auch mit Licht, sondern von ganz normal hellen Tagen...und da ist das Argument mit den Motorradfahrern, die nicht mehr gesehen werden, schon berechtigt...

Alex Blaubär
Fri, den 18. June 2004, 14:36:00
Auch für Fahrradfahrer, Fußgänger und Motorradfahrer verbessert sich die Sicherheit, das zeigen die Erfahrungen in Skandinavien und bei den Modellversuchen. Warum?
Weil viele Unfälle dadurch passieren, daß die obigen Verkehrsteilnehmer nicht auf die Autos achten, diese aber besser sehen und beachten, sobald sie Licht haben.

Abgesehen davon ist es für mich nicht einsichtig, warum die Mehrheit der Bevölkerung auf einen eindeutigen Gewinn an Sicherheit verzichten soll, auch wenn dadurch vielleicht die Sicherheit für eine kleine Gruppe etwas kleiner werden sollte. Da gibt es andere Sachen, die wesentlich mehr zur Sicherheit von Motorradfahrern beitragen würden: vernünftige Leitplanken, Unterfahrschutz an Lastwagen, strengere und kontrollierte Tempolimits auf bestimmten Strecken, und sicher nicht zuletzt das Verhalten der Mopeddler selbst. Gerade jetzt im Frühling war die Zeitung jeden Montag wieder voll mit Meldungen über verunglückte Motorradfahrer wegen zu hoher Geschwindigkeit.

Gruß

Alexander

und bevor hier großes Geschrei losgeht: Ich weiß, daß es auch Motorradfaher gibt, die nur mit guter Schutzkleidung und vernünftiger Geschwindigkeit fahren, und Berlingofahrer gehören sicher alle zu dieser Gruppe, ;-), aber fahrt mal am Wochenende in die fränkische Schweiz, da sind ganz viele von der anderen Sorte unterwegs ...

Und noch etwas für alle, die etwas Statistik interessiert: Bekanntlich sind ja bei knapp über 50% aller Unfälle zwischen Auto und Motorrad die Autofahrer schuld. Da aber maximal 10% des Verkehrs auf den Straßen Motorräder und der Rest Autofahrer sind, beträgt damit die Wahrscheinlichkeit, daß ein Motorradfahrer einen Unfall verursacht das 8 bis 9-fache (!) der eines Autofahrers. Solange das so ist, gibt es für Mopeddler überhaupt keinen Grund, mit dem Finger auf andere Verkehrsteilnehmer zu zeigen ...

fraggl
Fri, den 18. June 2004, 14:44:27
Weil viele Unfälle dadurch passieren, daß die obigen Verkehrsteilnehmer nicht auf die Autos achten, diese aber besser sehen und beachten, sobald sie Licht haben.

Ich glaube eher, dass ein Auto einen Fussgaenger oder einen Radfahrer anfaehrt, weil der Autofahrer den anderen nicht gesehen hat und nicht weil der Fussgaenger oder der Radfahrer das Auto uebersehen hat :nein:

Alex Blaubär
Fri, den 18. June 2004, 14:54:01
Ich glaube eher, dass ein Auto einen Fussgaenger oder einen Radfahrer anfaehrt, weil der Autofahrer den anderen nicht gesehen hat und nicht weil der Fussgaenger oder der Radfahrer das Auto uebersehen hat

Ja, da hast du recht, das widerspricht meiner Erklärung doch auch überhaupt nicht.
Entscheidend ist, daß die Unfälle, bei denen die FG oder RF das Auto (oder Motorrad) nicht gesehen haben, abnehmen. Und auch die Unfälle, bei denen zwar der Autofahrer sich falsch verhält, der FG oder RF (und auch MF) aber jetzt wegen der Beleuchtung das Auto (z.B aus den Augenwinkeln heraus) so rechtzeitig erkennt, daß er selbst noch ausweichen kann.

Tagfahrlicht ist damit eindeutig ein Beitrag (von vielen möglichen anderen) zur verbesserten Verkehrssicherheit.

Gruß

Alexander

Werner
Fri, den 18. June 2004, 16:43:40
Tja, es ist ja nun müßig darüber zu debattieren, bringt ja auch nix, da jeder ja selber entscheiden kann, ob er nun tagsüber Licht einschaltet oder nicht.
Auch darüber, ob es sinnvoll ist, hier eine Pflicht einzuführen, haben sich schon Experten die Köpfe heiss geredet.
Hier noch ein Link zu dem Thema.
http://www.rp.adfc.de/presse/20020131.shtml

Und hier noch ein Artikel des "IFZ" (Institut für Zweiradsicherheit)

Tagesfahrlicht für Pkw - weniger Sicherheit für Motorradfahrer

Die Europäische Automobilindustrie will ab dem nächsten Jahr freiwillig alle Fahrzeuge mit dauerhafter Tageslichtschaltung produzieren.

Mit dieser Entscheidung sind nach Einschätzung des Instituts für ~ (ifz) einer allgemeinen Tageslichtpflicht für alle Fahrzeuggruppen Tür und Tor geöffnet. Die seit Oktober 1988 in Deutschland geltende Tageslichtpflicht nur für Motorradfahrer würde ausgehebelt.

Ein Sicherheitsverlust, den die Experten des Instituts für Zweiradsicherheit (ifz) nicht hinnehmen wollen: "Die Tageslichtpflicht für Motorradfahrer hat nach Einschätzung von Experten zu einer Verringerung der Kollisionssituationen dieser Verkehrsteilnehmer von 30 bis 40 Prozent geführt. Fahren Pkw künftig auch tagsüber mit Abblendlicht, werden die Motorradfahrer wieder schlechter wahr-genommen", kritisiert ifz -Forschungsleiter Elmar Forke den Vorstoß.

Grundlage der Kritik an dem Vorhaben der Automobilindustrie ist eine Pilotstudie der ifz - Forscher aus dem Jahre 1994. Das Ergebnis aus der Untersuchung von 258 Testpersonen; die Erkennbarkeit von Motorradfahrern lasst drastisch nach, wenn auch Pkw mit "Tagesfahrlicht" unterwegs sind. Für den weitaus größten Teil der Probanden war die Lichtquelle am Fahrzeug der absolute Maßstab für die Erkennbarkeit des Motorrades. Damit konnten die Sicherheitsexperten ältere Untersuchungsergebnisse bestätigen, die generell eine schlechtere Erkennbarkeit von Einspurfahrzeugen gegenüber zweispurigen Verkehrsteilnehmern nachgewiesen hatten. Tagesfahrlicht beim Pkw vergrößert den Vorteil der Sichtbarkeit von Automobilen weiter.

Auch das Beispiel der skandinavischen Länder, wo das Fahren mit Tageslicht vorgeschrieben ist, lasst sich nicht auf gesamteuropäische Verhältnisse übertragen. Witterungsbedingungen, Lichtverhältnisse und Verkehrsdichte unterscheiden sich deutlich von der Situation in Mittel- und Südeuropa.

Mit einer generellen Pflicht zur "Tageslichtfahrt für alle" sinkt der Sicherheitsvorsprung für Zweiräder, die wie Fußgänger und Radfahrer zur Gruppe der zu schützenden Verkehrsteilnehmer gehören, ab.

Nach ifz -Einschätzung eine fatale Situation, denn in Deutschland bilden Zweiradlenker die Verkehrsteilnehmer, die seit 1990, trotz eines mehr als verdoppelten Bestandes auf über 3,3 Millionen Fahrzeuge kontinuierlich sinkende Unfallzahlen aufweisen. "Wir warnen ausdrücklich vor einer unreflektierten Einführung des Tagesfahrlicht für Pkw. Nur eine fundierte Forschung über die Wirkung von PKW-Tageslicht gewährleistet eine europaweite Verkehrssicherheit für alle Verkehrspartner", fordert Elmar Forke von allen nationalen und europäischen Entscheidungsträgern.

(Quelle: IFZ)

LG

Werner - der nu aber genug zu diesem Thema gesacht hat ;)

Yogi
Fri, den 18. June 2004, 18:55:57
Tut mir leid, dass Argument mit der schlechteren Wahrnehmung von Zweiradfahrern kann ich nicht begreifen. Mir ist das doch scheissegal, wer mir da leuchtend entgegenkommt, ich registriere einen anderen Verkehrsteilnehmer. Mir scheinen die Argumente der Zweiradfraktion weder besonders einleuchtend, noch wissenschaftlich getestet.

DiDre
Fri, den 18. June 2004, 21:24:55
Tut mir leid, dass Argument mit der schlechteren Wahrnehmung von Zweiradfahrern kann ich nicht begreifen. Mir ist das doch scheissegal, wer mir da leuchtend entgegenkommt, ich registriere einen anderen Verkehrsteilnehmer.

Für mich macht das sehr große Unterschiede, was mir da leuchtend entgegenkommt. Wenn ich nur ein Licht sehe, verbinde ich das mit einem Motorrad, stelle mich auf einen schmalen Verkehrteilnehmer ein.
Meistens ist es aber dann ein Auto, dessen einer Scheinwerfer kaputt ist :( :flop:

jota
Fri, den 18. June 2004, 21:36:41
Mir ist das doch scheissegal, wer mir da leuchtend entgegenkommt, ich registriere einen anderen Verkehrsteilnehmer.

Puuh, wat für'n Glück, dass ich nich bei Yogi inne Nähe wohne...
Hatta mich nämlich schon wieder vergessen :(
Und möglicherweise auch nich registriert, weil ich auf meinen Fahrrädsche zwar entgegenkomme, aber NICHT leuchte.

Das bestätigt genau meine Befürchtung: als Verkehrteilnehmer zählt dann nur noch, wer beleuchtet ist.

Nun könnten wir da noch tagelang drüber diskutieren, ändern am Trend zum Taglicht werden wir wohl damit nichts. Und möglicherweise hat's gesamtvolkswirtschaftlich gesehen ja auch Vorteile. Wobei ich Alex' nicht uneingeschränkt zustimmen möchte, in der Demokratie zählt neben dem Nutzen für die Mehrheit auch der Schutz der Minderheiten.

Nunja, ich wollte ja nur einmal eine andere Sichtweise als die des Autofahrers in die Runde werfen und damit zum Nachdenken anregen.

- jota-. der immer noch davon überzeugt ist, dass er und sein Fahrrad unter lauter beleuchteten Kfz eher schlechter zu erkennen ist als zur Zeit

partner 99
Sat, den 19. June 2004, 09:00:17
Hallo

Ich schließe mich Yogis Meinung an.
Egal,was einem entgegen kommt,wenns beleuchtet ist,sieht mans früher. :top:
Ich habe selbst seit 24 Jahren den Motorradführerschein und weis aus Erfahrung,dass man als Motorradfahrer auch mal ein Auto übersehen kann.
Die Verkehrsdichte in Europa nimmt so schnell zu,dass man was tun muss.


mfg kai

COE Stefan
Sat, den 19. June 2004, 10:05:47
....mir ist es mal passiert,dass ich einen Motoradfahrer trotz LICHT übersehen habe.
Keine Ahnung wie das passiert ist (ist aber zum Glück noch mal gut gegangen)
Trotzdem bin ich auch der Meinung ,das gerade dunkle Autos am Tag mit Licht fahren sollten.
Ich habe zum Beispiel am FirmenJumper immer Licht an,und auch am Berli wenn ich mit Hänger fahre. :bindafuer

axels
Sat, den 26. June 2004, 22:36:43
Wie ist das denn mit der lichtschalterfunktion und dem Standlicht bei der skandinavischen variante? schalte ich damit auch das licht aus, oder nur noch über motor ein/aus?