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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : frage an die wohnwagenfahrer unter euch


loup
Fr., 14. Nov. 2008, 21:09:09
hallo liebe gemeinde!

wir (2 erwachsene, 2 kinder 12+13) möchten unseren nächsten sommerurlaub in dänemark verbringen. normalerweise sind wir mit dem zelt unterwegs, aber da wir mehrere orte ansteuern möchten scheidet das diesmal aus.
die erste idee war ein wohnmobil zu mieten. da dies viel kostet (ca. ¤ 2000,--) bin ich (durch unser forum) auf den gedanken gekommen einen gebrauchten wohnwagen oder zeltanhänger zum aufklappen zu kaufen und nach dem urlaub wieder zu verkaufen. nun bin ich aber völlig unerfahren mit wohnwagen, bzw. überhaupt mit anhängern und wollte euch um ratschläge und tipps bitten.

folgende fragen sind aufgetaucht, beziehen sich auf PP I, 1,4 benzin, 75PS, max. 900kg anhänglast:

- auf der autobahn, welche Vmax ist machbar bzw. sinnvoll; welche Vmax kann man auf steigungen erwarten; welche durchschnittsgeschwindigkeit ist realistisch (=wie weit komme ich in 10 stunden)?
-brauche ich zusätzliche aussenspiegel, gibt es empfehlungen dafür?
-muß das fahrzeug, abgesehen von AHK, noch irgendwie adaptiert werden?
-unterwegs, darf man mit einem gespann auf wohnmobil-stellplätzen übernachten?
-am campingplatz, wie lange dauert das benutzfertig machen des trailers (gas-, wasser/abwasser-, strom- anschliessen/abschliessen, vorzelt aufbauen, nivellieren etc.)?
-wie sieht das bei aufklappbaren zeltanhängern aus?
-gebrauchter wohnwagen, typische schwachstellen, zu erwartender reperaturaufwand?
-zeltanhänger, bietet er mehr komfort und wetterschutz als ein normales zelt?

wie steht's mit euren erfahrungen/meinungen dazu?
danke für tipps.

lg
loup

-hs-
Fr., 14. Nov. 2008, 22:48:55
Hallo loup,

viele Fragen, aber mal der Reihe nach:

1. zwischen 90 und 100 km/h müssten gehen (mit kleinem Caravan)
2. Aussenspiegel sind erforderlich und z.B. hier preiswert zu erhalten:
http://www.obelink.de/assortiment_overzichtpagina3.asp?cat=5&id=35&arid=2096
3. Außer AHK und Spiegel braucht das Auto nichts zusätzlich
4. Auf Womo-Stellplätzen wird man als Caravaner nicht gern gesehen, gibt oft Stress, würde ich eher meiden und auf einen Campingplatz fahren
5. Aufbaudauer hängt von deinem Geschick und der Mithilfe der Familie ab, aber in 10 bis 15 Minuten sollten die Stützen unten sein (ich nehme einen Akku-Schrauber) und der Strom angeschlossen sein.
6. Von Zeltanhängern würde ich eher abraten, dann kannst du gleich weiter mit deinem Zelt campen. Nach Regenwetter sind auch die Stoffwände vom Zeltanhänger pitschenass und müssen so eingepackt werden. Beim Caravan (ohne Vorzelt) bleibt alles trocken und es gibt keine Sorge bzgl. Schimmel und Stockflecken.
7. Ich habe gebrauchte Wohnwagen von 1.000,- ¤ bis 8.000,- gekauft und hatte nie Probleme. Sie müssen sauber und trocken sein, nicht muffig riechen. Eine Schwachstelle kann der Boden sein, er darf nirgendwo weich sein. Schau mal bei mobile.de und nimm dir einen Caravaner zur Besichtigung und zum Kauf mit. Dieser Caravan hat z.B Platz für 4 Personen und ein Gewicht von 850 kg:
http://suchen.mobile.de/fahrzeuge/showDetails.html?id=82273619&__lp=2&scopeId=MH&sortOption.sortBy=price.consumerGrossEuro&sortOption.sortOrder=ASCENDING&makeModelVariant1.makeId=30038&makeModelVariant1.searchInFreetext=false&makeModelVariant2.searchInFreetext=false&makeModelVariant3.searchInFreetext=false&vehicleCategory=Motorhome&segment=Motorhome&siteId=GERMANY&negativeFeatures=EXPORT&damageUnrepaired=NO_DAMAGE_UNREPAIRED&customerIdsAsString=&category=Caravan&lang=de&pageNumber=1
8. So jetzt nochmal zum Zeltanhänger: das Motto lautet: Ein Mal und nie wieder oder ein Mal und immer wieder. Es gibt also absolute Gegner und Befürworter dieser Campingvariante. Ich denke, es hängt auch stark vom Reiseziel ab, im heißen Süden kann ich die bessere Durchlüftung des Zelanhängers genießen im kalten und nassen Norden bietet der beheizte feste Caravan Vorteile.
Den einzigen Vorteil gegenüber einem Zelt sehe ich beim Zeltanhänger darin, dass ich nicht auf dem Boden schlafe und eine Küche eingebaut ist.
Wenn's geht, ausprobieren und die Familie abstimmen lassen.

LG Hartmut -hs-

. Guido QQ
Fr., 14. Nov. 2008, 23:56:30
Hi, loup!

Da ich ja nun schon seit März Camper bin, meine ich natürlich mitreden zu können. Hier mein Senf:

hallo liebe gemeinde!

wir (2 erwachsene, 2 kinder 12+13) möchten unseren nächsten sommerurlaub in dänemark verbringen. normalerweise sind wir mit dem zelt unterwegs, aber da wir mehrere orte ansteuern möchten scheidet das diesmal aus.
die erste idee war ein wohnmobil zu mieten. da dies viel kostet (ca. ¤ 2000,--) bin ich (durch unser forum) auf den gedanken gekommen einen gebrauchten wohnwagen oder zeltanhänger zum aufklappen zu kaufen und nach dem urlaub wieder zu verkaufen. nun bin ich aber völlig unerfahren mit wohnwagen, bzw. überhaupt mit anhängern und wollte euch um ratschläge und tipps bitten.

folgende fragen sind aufgetaucht, beziehen sich auf PP I, 1,4 benzin, 75PS, max. 900kg anhänglast:

- auf der autobahn, welche Vmax ist machbar bzw. sinnvoll; welche Vmax kann man auf steigungen erwarten; welche durchschnittsgeschwindigkeit ist realistisch (=wie weit komme ich in 10 stunden)?

in 10 h müssten 700-800 km locker zu schaffen sein, incl Pausen.Und glaub nicht, dass du mit viiiiel stärkeren Autos viiieeeel weiter kommst;)
-brauche ich zusätzliche aussenspiegel, gibt es empfehlungen dafür?
Die brauchst Du dann - und magst sie auch nicht mehr missen, wenn der Hänger breiter ist als der Berlingo. Du siehst einfach nicht mehr, was hinter Dir geschieht, sehr unangenehm, das. Empfehlung: kauf nicht die billigsten, das sind Placebos. Wackeln wie hulle erfüllen damit ihren Zweck nicht. Ich hab welche, die mit Klemmschrauben am Spiegelgehäuse fixiert werden. Auch nicht der Brüller, aber ich komme zurande damit.
-muß das fahrzeug, abgesehen von AHK, noch irgendwie adaptiert werden?
ja, Strom natürlich und die sog. Abreisssicherung. Das ist ein Drahtseil mit Karabiner, was an einer Lasche an der AHK angebracht wird. Verlierst Du den Hänger, reisst dieses Drahtseil an der Bremse und löst am Hänger eine Vollbremsung aus - natürlich immer vorausgesetzt, es handelt sich um einen gebremsten Hänger (was ich immer empfehlen würde)
-unterwegs, darf man mit einem gespann auf wohnmobil-stellplätzen übernachten?

ouuuuu tu's nich. Du erlebst Caramobbing. Irgendwie gibt es immer wieder Zeitgenossen, die meinen, da gäb es was zu verteidigen. Und offiziell gestattet ist es auch nicht.
-am campingplatz, wie lange dauert das benutzfertig machen des trailers (gas-, wasser/abwasser-, strom- anschliessen/abschliessen, vorzelt aufbauen, nivellieren etc.)?

Vom Zeitaufwand nicht zu unterschätzen: das Abkuppeln und das richtige platzieren des Caravans. Das Hin und Herschubsen eines Caravans auf einer Wiese macht man nicht immer mit dem kleinen Finger.
Nivellieren: Gibt sog. Kreuzwasserwaagen (http://www.movera.com/?navID=139&pID=1870&tpl=details&lang=1). Ich hab die gar nicht fest montiert. Ich leg mir meine immer im Eingangsbereich auf den Fussboden, da ist es eben und ich seh sie von aussen. Inzwischen hab ich schon im Gefühl, wei weit ich welche Kurbel noch kurbeln muss, bis er gerade steht. Ist nach ein paar mal Machen Minutensache.
STrom: Stecker rein, fertig. Minutensache.
Gas: Pulle aufdrehen, fertig. Minutensache.
Abwasser: einfach Flachkanister (http://www.movera.com/?navID=91&pID=2535&tpl=details&lang=1)unter den Auslauf, fertig. Minutensache. Ich hab auch erst überlegt: besorg ich mir so einen Schlauch...aber die dinger sind riesig sperrig und störrisch und durch ihr Zickezackedesign natürlich voller Abwasserreste. Wohin mit soner Kloakenboa? nöö.
Vorzelt: hab ich nicht. Aber die Sonnensegel o.ä. brauchen schon Zeit. Das ist noch mal son richtiger Aktivposten auf dem Zeitkonto. Also 30 min mit schrumpfender Tendenz bei zunehmender Übung ist bestimmt realistisch.
-wie sieht das bei aufklappbaren zeltanhängern aus?

Das aufklappen geht recht schnell, aber sie müssen auch abgespannt werden. Das braucht dann wieder mehr Zeit. Unschlagbares Argument für Zeltanhänger: riesige Wohnfläche. Gegenargument: Es ist immer noch ein Zelt. Und ganz unangenehm wird es, wenn Du gezwungen bist, es nass zusammenzuklappen.
-gebrauchter wohnwagen, typische schwachstellen, zu erwartender reperaturaufwand?
Feuchtigkeit ist das Schlimmste. Also: riecht er muffig? ist der Boden weich? Dann ist er nämlich faul. Gleich Finger weg. Macht er aber auf Dich einen trockenen Eindruck, ist das schon 70%. Und wenn Du einen gerauchten mit frischem Tüv hast, haste die Bremsen in Ordnung und das Fahrgestell auch. Kann da schonmal nix passieren.
-zeltanhänger, bietet er mehr komfort und wetterschutz als ein normales zelt?Nein. Regen kommt von oben, oben ist Stoff. die erhöhten Schlafplätze sind vielleicht angenehmer als im normalen Zelt. Ausserdem finde ich diese Zeltanhänger alles andere als preiswert. Für das Geld gibts auch schon "was Festes";)

wie steht's mit euren erfahrungen/meinungen dazu?
danke für tipps.

lg
loup

Interessier Dich doch mal für "Esterel" und "Rapido", und auch für "Kip". Die haben leichte, teilweise faltbare, aber feste Wohnwagen im Programm. na, und den Klassiker, den Eriba Touring, nicht zu vergessen: relativ sauteuer, aber extrem wertstabil.

Gruss
Guido

Olli
Sa., 15. Nov. 2008, 12:13:19
Hallo Loup !
Falls für euch ein Faltcaravan in Frage kommt, wäre vielleicht mein Heinemann Z 572 B etwas. Ich spiele bereits seit längerem mit dem Gedanken ihn zu verkaufen. Wenn eurerseits Interesse besteht, beantworte ich gerne alle Fragen am Telefon.

Liebe Grüße Olli

Taucher-ernie
Sa., 15. Nov. 2008, 17:29:37
Hallo Loup,

ich kann meinen Vorredneren nur zustimmen :top:

Wir haben schon alles von deine Vorschlägen erprobt.
Wir sind mit Zelt / Faltwohnwagen / Wohnwagen und WOMO unterwegens.

Für den Süden geht fast alles.

Für den Norden ist aber was Festes : WOMO oder Wohnwagen am besten.


Was hältst Du eigentlich von den Hüttas ??

In Dänemark / Norwegen und Schweden, kann man sich einfach
einen Bungalow oder Holzhäuschen mieten.
Es ist nicht wesentlich teurer, als wenn du mit einen
Wohnwagen auf einen Campingplatz dich stellt.

Der Comfort finde ich in diesen Hüttas besser.
Man braucht sich nicht unbedingt 1 Woche wo einmieten.
Meistens geht es auch Tageweise.

Somit kannst du stressfrei mit deinen Berli fahren und packst dir deinen Lastesel nur Voll.:flower:

Diese Hüttas sind genauso ausgestattet wie hier in Deutschland die Centerparks wohnungen.
D.H. Bettzeug / Handtücher und Essen nimmst du von Haus zu Haus mit.
Es gibt dies Häuser überall zu mieten.

:gruebel::gruebel: Wie wäre diese Alternative.:gruebel::gruebel:

Dann haste keine Probleme im Sommer dir erst einen Wohnwagen zu suchen

Und nach den Urlaub Ihn nicht zu verkaufen.
Steuern und Versicherung musste da mit einrechnen.

Kannst ganz normal im Urlaub deine Geschwindigkeiten fahren.
Drauchst nicht teilweise hinter LKW zu kriechen wenn Überholverbot für Anhänger ist. Hast nicht so einen hohen Spritverbrauch.

Dieses mal so als Denkanstoss.

Wie gesagt im Süden ist das nicht so einfach mit den Hüttas.

Andi
Sa., 15. Nov. 2008, 17:42:07
Hallöchen,
wir haben vor unserem HDI einen Berlingo mit 75 PS gefahren und einen Eifelland 395 tk angehängt. Sind damit mal bis nach Marseille gefahren, was einen ordentlichen Verbauch von 15 l auf 100 km bei Bergauffahrten verursacht hat.
Der WoWa war mit 1000 kg Gesamtgewicht/ Leer 870 kg gut zu ziehen...mit Stützlast darfst Du ja 970 kg anhängen. Bei guten Straßen und Wetterverhältnissen (Rückenwind) kann man auf der Autobahn auch auf 9-10l Verbrauch kommen. Da der WoWa komplett mit Heizung/ Warmwasser und Umluft ausgestattet war, sind wir zu jeder Jahreszeit unterwegs gewesen.
Schönen Gruß
Andreas

....ach ja...der WoWa ist ideal für 2 Erwachsene und 2 Kinderchen!!!!!

maasi
Sa., 15. Nov. 2008, 19:03:14
hallo loup,

falt- oder zeltanhänger kenne ich nicht.
wir (2 erwachsene, 3 kinder und ein hund) haben seit 2007 einen kleinen kip mit 3,95 metern länge. damals für 1500 mit vorzelt und reichlich zubehör gekauft. macht eine menge spaß: bist in 10 minuten übernachtungsfähig. am ziel mobil, ohne vorher eine ewigkeit alles fetzurren und aufräumen zu müssen wie bei einem wohnmobil. wir stellen für die kinder ein zusätzliches zelt auf - zur not gehts auch mal eine nacht zu fünft. lange urlaube im regen machen aber keinen spaß (vermute ich, mußte ich zum glück noch nicht mitmachen).

gruß von maasi:wave:

loup
Mo., 17. Nov. 2008, 12:53:04
... helfen mir sehr bei meiner entscheidungsfindung. sehr interessant klingen auch diese hüttas (noch nie zuvor gehört).

Was hältst Du eigentlich von den Hüttas ??

In Dänemark / Norwegen und Schweden, kann man sich einfach
einen Bungalow oder Holzhäuschen mieten.
Es ist nicht wesentlich teurer, als wenn du mit einen
Wohnwagen auf einen Campingplatz dich stellt.

Der Comfort finde ich in diesen Hüttas besser.
Man braucht sich nicht unbedingt 1 Woche wo einmieten.
Meistens geht es auch Tageweise.

Somit kannst du stressfrei mit deinen Berli fahren und packst dir deinen Lastesel nur Voll.:flower:

Diese Hüttas sind genauso ausgestattet wie hier in Deutschland die Centerparks wohnungen.
D.H. Bettzeug / Handtücher und Essen nimmst du von Haus zu Haus mit.
Es gibt dies Häuser überall zu mieten.

:gruebel::gruebel: Wie wäre diese Alternative.:gruebel::gruebel:


sind die auch auf campingplätzen? und muß man vorreservieren (wir wollen mitte juli fahren)? werde mir auf jeden fall erstmal einen reiseführer kaufen.

also vielen dank nochmals.

lg
loup