Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Berlingo auf Autogas umrüsten welche Anlage
ulki13
Fr., 02. Sep. 2005, 10:32:39
Hallo,
Ich habe einen neuen Berlingo Advance 1,4i in Regensburg gekauft. Jetzt bietet mir mein freundlicher (Kellnberger) an auf gas umzurüsten für 2400 Euro all inclusive. Er würde eine Landi Renzo Anlage einbauen. Ein anderer Händler (Zeiler) bietet mir an für 2300 eine tartarini Anlage einzubauen.
Hat jemand damit Erfahrung, welche Anlage ist zu bevorzugen.
Danke
Uli
achimv
Fr., 02. Sep. 2005, 11:45:26
Hallo Uli,
ich finde es gut, dass du deinen Berli auf Gas umrüsten lassen willst. Du wirst es nicht bereuen. Als ich das erste Mal für 47 Ct./ltr. Gas getankt habe,war das schon ein tolles Gefühl.:top: Und bei der derzeitigen Entwicklung der Benzinpreise wird dieses Gefühl immer besser.:D
Ich habe mir im Mai in meinen 1.6 16V die Tartarini- Anlage einbauen lassen. Nachher musste ich zwar noch zwei Mal zum Umrüster, weil die Diagnoseleuchte angegangen ist, aber die Werkstatt hat es durch Feineinstellungen gut hinbekommen. Der Umbau hat 2.400 € inklusive TÜV- Gutachten und Eintrag in den Fahrzeugbrief gekostet.
Mein höchster Gasverbrauch lag bei 9,3 ltr/100 km, der niedrigste bei 7,5 ltr. Im Durchschnitt brauche ich 8,7 ltr. Allerdings fahre ich zu 90 % Autobahn und bin eher ein gemütlicher Fahrer.
Bei deiner zukünftigen Gasanlage solltest du darauf achten, dass sie eine vollsequentielle ist, d.h. dass das Gas über separate Düsen in jeden Zylinder einzeln eingepritzt wird. Diese Anlagen sind sparsamer im Verbrauch und mit ihnen bleibt nach dem Umbau die Schadstoffstufe deines Autos erhalten.
Den Erhalt der Schadstoffstufe solltest du dir vorsorgleich von deinem Umrüster oder dem Anlagenhersteller schriftlich bestätigen lassen.
Weitere Informationen bekommst du auch unter:
http://www.autogas-forum.de/de-version/
Maccom999
Fr., 02. Sep. 2005, 12:25:15
Hallo!
Ich bin auch noch am überlegen ob ich nun umrüsten soll oder nicht....Ich habe mich in einer Fachwerkstatt nochmal beraten lassen...dort erfuhr ich das z.B. für die Gasanlage eine Jährliche Wartung fällig ist.Weiterhin müssen das Öl und auch die Zündkerzen schon nach der HÄLFTE des normal vorgeschreibenen Zeitintervalls gewechselt werden....dann wird mir noch empfohlen eine Zusatzgarantie (weil mein Partner noch inerhalb der Werksgarantie) abzuschließen die für evtl.Schäden am Motor aufkommt weil die Werksgarantie bei Gasumrüstung für den Motar nichtmehr greift.
Dazu kommt noch das angeblich bei allen "Franzosen" bei Gasbetrieb ständig die Motorkontrolllampe leuchtet.(habe hier aber gelesen das sei einstellungssache)
Irgendwie hatt ich das Gefühl die hatten kein Interesse ein neues Fahrzeug umzurüsten....komisch....
Wenn diese Angaben alle so stimmen sollten muss ich wirklich nochmal von vorne rechnen ob es sich dann wirklich rechnet...irgendwann nach ein paar Jahren schon aber nicht von Heute auf Morgen!
Wenn ich also schon 2400€ in den Umbau investiere,dazu noch die jährlichen Wartungskosten + jährlicher Ölwechsel zusätzlich.Ich fahre eh nur ca 15Tkm/Jahr....
(von der Zusatzversicherung mal abgesehen,weiß auch nicht was die kosten soll)
Wie seht ihr das?...so schön das auch ist für ein paar Euro mal voll zu tanken...des Rest darf man auch nicht vergessen....
jumpinjensflash
Fr., 02. Sep. 2005, 12:44:23
tja, das ist ne gute rechenaufgabe....ich hab auch schon rumüberlegt...bin für mich zu dem schluss gekommen, dass es sich wohl bei mir nicht wirklich lohnt bei einer fahrleistung von wahrscheinlich unter 15.000 km im jahr..... :confused:
achimv
Fr., 02. Sep. 2005, 13:05:00
Hallo!
Ich bin auch noch am überlegen ob ich nun umrüsten soll oder nicht....Ich habe mich in einer Fachwerkstatt nochmal beraten lassen...dort erfuhr ich das z.B. für die Gasanlage eine Jährliche Wartung fällig ist.Weiterhin müssen das Öl und auch die Zündkerzen schon nach der HÄLFTE des normal vorgeschreibenen Zeitintervalls gewechselt werden....dann wird mir noch empfohlen eine Zusatzgarantie (weil mein Partner noch inerhalb der Werksgarantie) abzuschließen die für evtl.Schäden am Motor aufkommt weil die Werksgarantie bei Gasumrüstung für den Motar nichtmehr greift.
Dazu kommt noch das angeblich bei allen "Franzosen" bei Gasbetrieb ständig die Motorkontrolllampe leuchtet.(habe hier aber gelesen das sei einstellungssache)
Das mit der Motorgarantie stimmt. Deshalb wird hierzu ja auch eine besondere Garantie angeboten. Ob du die brauchst, musst du selbst entscheiden.
Der Rest ist schlichtweg falsch.
Die Zündkerzen halten genau so lange wie bei Benzinbetrieb, also fast ewig, weil auch im LPG kein Blei enthalten ist, was früher für den Verschleiß gesorgt hat. LPG hat einen Oktanwert von 103 bis 108 je nach Zusammensetzung. Das bedeutet, der Motor wird viel weniger thermodynamisch belastet als durch Benzin. Warum sollte das Fahrzeug dann häufiger zur Wartung müssen?
Da die Verbrennung von LPG wesentlich sauberer und rückstandsloser abläuft, verschmutzt das Öl eher weniger als bei Benzinbetrieb. Abgesehen davon kann dir mit LPG so etwas wie Ölverdünnung durch kondensierten Kraftstoff bei Kurzstreckenbetrieb nicht passieren.
Die zusätzlichen Wartungsarbeiten an der Gasanlage beschränkt sich laut meinem Umrüster auf das Austauschen des Gasfilters, was innerhalb den normalen Wartungsintervallen erledigt werden kann.
Entweder ist deine Fachwerkstatt keine solche oder sie wollten mit ihren Bedenken vorbeugend für Mehrumsatz durch dich sorgen. Es kann natürlich auch sein, dass sie vor dem Umbau zurückgeschreckt haben, weil dein Berli noch Werksgarantie hat.
achimv
Fr., 02. Sep. 2005, 13:16:22
tja, das ist ne gute rechenaufgabe....ich hab auch schon rumüberlegt...bin für mich zu dem schluss gekommen, dass es sich wohl bei mir nicht wirklich lohnt bei einer fahrleistung von wahrscheinlich unter 15.000 km im jahr..... :confused:
Im Moment liegt die Amortisationszeit für dich dann bei etwas weniger als zweieinhalb Jahren. Aber jede Benzinpreiserhöhung verkürzt sie weiter. Und Benzinpreiserhöhungen wirst du in den nächsten zwei Jahren noch einige erleben. Abgesehen davon kann man beim Fahrzeugwechsel die Anlage umbauen lassen. Der Umbau selbst ist dann nicht mehr sehr kostspielig, weil nicht arbeitsintensiv.
Falls du selbst noch mal nachrechnen willst: Hier ist ein Amortisationsrechner: http://www.autogastanken.de/index.php?entryid=25&ih=701
Marc
Fr., 02. Sep. 2005, 14:13:57
Wegen der Garantie habe ich bei meinen Freundlichen auch mal gefragt .
Die Antwort wahr folgende :
Bei Schäden die von Citröen "verursacht " wurden , muss Citröen die Kosten übernehmen .
Bei Schäden, die durch die Autogasanlage entstehen, muss der Hersteller der Autogasanlage haften .
Allerdings ließ er offen wie man feststellen kann wer der Verursacher ist . Vielleicht hilft dann nur noch ein Gutachter .
gruss
Marcus
Hoss
Fr., 02. Sep. 2005, 20:44:55
Hallo Gasfahrer :wave: ,
nebenbei gefragt, wie ist das nach der Umrüstung eigentlich: Wo sitzt denn eigentlich der Gastank und der Füllstutzen? Merkt man was an der Fahreigenschaft und Leistung (z.B beim 1,6 16V)?
Bei der derzeitigen Benzinpreisentwicklung ist eine Umrüstung vielleicht eine Überlegung wert, oder?
Gruß
Hoss
Marc
Fr., 02. Sep. 2005, 20:57:58
Hallo Hoss ,
der Tank kommt anstelle des Ersatzrades hin . Der Tankstutzen ist in der Heckstoßstange an der rechten Seite montiert . Wenigsten habe ich das so bei meinem Freundlichen gesehen .
gruss
Marcus
Schöni
Fr., 02. Sep. 2005, 23:16:58
Hallo Hoss ,
Der Tankstutzen ist in der Heckstoßstange an der rechten Seite montiert .
Das gefällt mir!
Hoss
Sa., 03. Sep. 2005, 16:48:32
Hallo Hoss ,
der Tank kommt anstelle des Ersatzrades hin . Der Tankstutzen ist in der Heckstoßstange an der rechten Seite montiert . Wenigsten habe ich das so bei meinem Freundlichen gesehen .
gruss
Marcus
Danke Marcus,
da wird zumindest nicht der schöne Laderaum verhunzt. Nur, dann braucht man einen neuen Platz für das Reserverad. Anbieten würde sich ja die Heckklappe. Bekommt man die denn dann noch hoch und hält sie dann auch oben? Einen Reserveradhalter müsste man sich auch noch konstruieren (oder gibt es die schon?) So ähnlich wie ein Heckfahrradträger, oder? Stell´ich mir aber nicht schlecht vor :applaus:.
Bleibt letzlich noch die Frage nach den Fahrleistungen des Motors unter Gas und die Frage, wie sich der Gaspreis gegenüber dem Benzin entwickelt.
Bei stärkerer Nachfrage wird sich auf dem Gasmarkt der vergleichsweise geringe Preis auch nicht halten.
Musch ma kuggen
Hoss
Schöni
Sa., 03. Sep. 2005, 17:50:54
Bei stärkerer Nachfrage wird sich auf dem Gasmarkt der vergleichsweise geringe Preis auch nicht halten.
Ja, diese Befürchtung hab auch! Egal in welchen Foren mal liest, alle wollen jetzt zu Gas flüchten....
....ich bleib fest bei meinem - ich steige dieses Jahr noch auf nachwachsenden Rohstoff um...
lollipopp
Sa., 03. Sep. 2005, 18:47:47
Danke Marcus,
Bei stärkerer Nachfrage wird sich auf dem Gasmarkt der vergleichsweise geringe Preis auch nicht halten.
Hoss
Hallo,
genau so ist es. Bisher fristete Gasantrieb in PKW eher ein Schattendasein. Wartet es mal ab, bis die Konzerne ein Geschäft wittern und genügend Gas-Autos unterwegs sind. Dann ist´s vorbei mit dem Billig-Gas.
Wie war es denn am Anfang mit der Gasheizung im Haus ? Erst haben sie einen mit billigen Preisen und finanzieller Hilfe zum Umrüsten gebracht, jetzt ziehen die uns genauso über den Tisch wie mit dem Heizöl. Nix is mehr mit sparen !
Ich bleibe beim guten alten Super Bleifrei. Ich fahre allerdings auch nicht soviel wie manche von Euch.
Viele Grüße
michel
Andreas1478
So., 04. Sep. 2005, 22:21:48
Wie lange ist den die Steuer für Autogas festgeschrieben?
Habe was von 2008 im Kopf.
Schöni
So., 04. Sep. 2005, 23:24:00
bis 31.12.2009, dann wird LPG 13 Cent/kg teurer - wie PÖL auch(weiß ich auch erst seit heut, wenn es als "Kraftstoff" genutzt wird, aber der Steuersatz ist mir noch unbekannt)
PP77
Mo., 05. Sep. 2005, 09:51:46
Moin,
um mal auf die Ausgangsfrage zurückzukommen - entscheidender als die Wahl der Anlage ist die Wahl des Umrüsters. Zur Zeit scheint jede Dorfschmiede einen auf Umrüster zu machen ... was dann in solchen Stilblüten wie "Franzosen laufen eh nicht" endet. Die 8V-Motoren von PSA sind reichlich unproblematisch, nicht umsonst gab`s/gibt`s den 1.1er und 1.4er Berlingo in F ab Werk mit LPG. Das man mit `nem umgerüsteten Fahrzeug ständig in die Werkstatt muß ist genauso so ein Firlefanz. Gesetzt den Fall, die Anlage wurde fachkundig eingebaut (was man bei dem Batzen Geld, den man da investiert, einfach mal voraussetzen sollte), entstehen außer dem Gasfilterwechsel keine zusätzlichen Kosten. Ich hab meine Anlage seit 35tkm drin, da ist in der Garantiezeit einmal der Verdampfer getauscht wurden und letztens habbich den Filter wechseln lassen (60,- EUR). Kerzen sind immer noch die originalen dreipoligen drinne. Der Einbau der Anlage hat inkl. aller Nebenkosten (Mietwagen, TÜV, Brief, Zulassung) 2.130,- EUR gekostet. Ist `ne Stargas PolarIS mit Unterflurtank. Nochwas, weil ich das hier schonmal gelesen habe: der Einbau einer Anlage bei der selben Firma darf für den 1.6er nicht mehr kosten als für den 1.4er; da kommen lediglich andere Düsen rein. Ist sonst ganz einfach Beschiss. Ach ja, und falls sich jemand Gerling leisten kann, die geben 15% Rabatt auf den Versicherungstarif für Gasfahrzeuge.
Tach noch,
Erik
achimv
Mo., 05. Sep. 2005, 11:04:11
Danke Marcus,
da wird zumindest nicht der schöne Laderaum verhunzt. Nur, dann braucht man einen neuen Platz für das Reserverad. Anbieten würde sich ja die Heckklappe. Bekommt man die denn dann noch hoch und hält sie dann auch oben? Einen Reserveradhalter müsste man sich auch noch konstruieren (oder gibt es die schon?) So ähnlich wie ein Heckfahrradträger, oder? Stell´ich mir aber nicht schlecht vor :applaus:.
Bleibt letzlich noch die Frage nach den Fahrleistungen des Motors unter Gas und die Frage, wie sich der Gaspreis gegenüber dem Benzin entwickelt.
Bei stärkerer Nachfrage wird sich auf dem Gasmarkt der vergleichsweise geringe Preis auch nicht halten.
Also mein Reserverad steht jetzt in der Garage. Stattdessen habe ich mir für 13 € ein Pannenset gekauft, dass im Notfall den Reifen wieder aufpumpt und abdichtet. Nützt natürlich nichts bei einem Reifenplatzer, aber wann hat man den schon mal?
Von den Fahrleistungen her kann ich sagen, dass mein 16V die gleiche Endgschwindigkeit erreicht wie mit Benzinbetrieb, nur eben etwas später. Alles in Allem ist der Leistungsverlust aber nicht so gravierend, wie ich vorher befürchtet habe.
Sicher wird auch der Gaspreis mit steigender Nachfrage in die Höhe gehen, aber er wird sicher immer deutlich unter den Dieselpreis liegen. Ich glaube nämlich nicht, dass LPG- Fahrzeuge in absehbarer Zeit einen nennenswerten Marktanteil erreichen werden. Die Gründe dafür wurden hier im Thread schon genannt: befürchtete Leistungseinbuße, Mehrverbrauch, kein Reserverad mehr bzw. kleinerer Kofferraum, Motorschäden, Garantieverlust, Umbaukosten (lohnt sich das bei meinem Fahrverhalten?). Dazu kommt noch die Angst von Gasexplosionen. Alles in Wirklichkeit kein Problem, aber die meisten Leute lassen sich nach wie vor davon abschrecken.
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