Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Werkstattpreise Citroen
fraggl
Di., 03. Aug. 2004, 11:50:41
Hallo,
nachdem ich gestern beim Freundlichen war, um meinen Tempomaten freizuschalten, habe ich die dortigen Aushaenge mal etwas genauer studieren koennen...
Einen fand ich besonders erschreckend :eek: die Preisliste fuer die Arbeitszeit!
Normale Arbeiten 77,- EUR, alle sonstigen Arbeiten wie Lackieren, Karosserie, Elektrik, Arbeiten, die besonders geschultes Personal oder Spezialgeraete erfordern: 99 ,- EUR! Jeweils pro Stunde, aber wenigstens schon mit MwSt!!
Zur Rechtfertigung hing gleich das naechste Plakat daneben: Die Zusammensetzung der Kosten:
2,2% Gewinn
22,2% Gehalt Monteur,
29,1% Verwaltungskosten, Geraete, Werkstattausstattung, Rueckstellungen fuer Gewaehrleistungen,
46,5% Sozialabgaben, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, bezahlter Urlaub, Uberstunden
Da sag ich nur noch armes Deutschland..kein WUnder dass die Wirtschaft nicht in Gang kommt und die Schwarzarbeit blueht! *kotz*
baby-igor
Di., 03. Aug. 2004, 11:55:12
na, jetzt weiß ich wenigstens, was ich mir jedes Mal spare, wenn ich meine Bremsen selber mache.... bzw. wenn ich meinem Kollegen dabei helfe. :idea:
Ich hab bei meinem Freundlichen auch mal angefragt, was es mich kostet, wenn der Zahnriemen gewechselt wird. Das sind schlappe 260 €, wenn da nicht noch eventuell die Wasserpumpe hinten dran kommt *grrrr*
Marquart
Di., 03. Aug. 2004, 11:56:57
Wenn ich bedenke, daß ich fast 10 Stunden lang arbeiten muss (nach einem qualifiziertem Hochschulstudium (!)) um die Arbeit eines Handwerkers für genau eine Stunde (ohne Material und Anfahrt) bezahlen zu können - schon eigenartig...
Fazit: Selbst machen!
Gruß, M. :schande:
Fantomas
Di., 03. Aug. 2004, 12:16:40
Normalerwiese wird nach Arbeitswerten abgerechnet. Cit schreibt den Werkstätten vor, wieviele AWs für welche Arbeiten am Auto anzurechnen sind. Die Kosten einer AW variieren je nach Gegend. Auf dem Land sind sie günstiger als in der Großstadt...
Was ich nicht in Ordnung finde und auch unfair der Belgschaft gegenüber ist, daß o. g. Werkstatt die Zusammensetzung der Kosten auflistet. Möchte die Geschäftsführung die Sozialabgaben komplett abschaffen? Sieht fast so aus! Solche Aushänge könnten mich in Rage bringen. :motz:
Gruß :cool: ,
Christian
PS.: Solche Aushänge, über die Benzinpreiszusammensetzung, findet man auch in einigen Tankstellen. Damit lenken die Ölkonzerne von ihren unverschämten Preiserhöhungen vor Feiertagen oder der Ferienzeit ab. Unmöglcih....:motz:
fraggl
Di., 03. Aug. 2004, 12:44:37
Abschaffen wollen sie die Abgaben wohl nicht, nur den schwarzen Peter weiterschieben..."Schun Sie wir machen ja nur 2% Gewinn...".
Aber trotzdem, so wird das nix mit dem Wirschaftsstandort Deutschland, wenn fast 50% der Kosten irgendwo versickern...in einem System, das niemand mehr durchschaut und das immer mehr Loecher hat... Was nuetzt es denn, wenn jemand jahrzehntelang arbeitet, Geld in die Arbeitslosenversicherung zahlt und nun bekommt er dann gnaedigerweise noch Sozialhilfe? Mit der Rente nicht anders...Wenn ich 20% von meinem Bruttoeinkommen privat anlege, bin ich mit 60 Millionaer...so bin ich mit 65 ein Sozialfall (wenn ich denn dann schon aufhoeren darf, zu arbeiten)...
Berlibanker
Di., 03. Aug. 2004, 12:57:59
Warum sollen sich die Werkstätten nicht quasi bei Ihren Kunden/uns "entschuldigen".
Es ist m.E. mehr als verständlich, wenn die Werkstätten die Kunden über die Zusammensetzung der Kosten informieren. Uninformierte denken sich sonst sicherlich einen deutlich höheren Gewinnanteil....
Ich glaube nicht, dass irgendwer damit auf eine Abschaffung der Sozialabgaben hinwirken will.
Logisch aber schon, dass mit Anstieg der Nebenkosten auch die Schwarzarbeit ansteigt. Warum gibt es wohl sonst so zahlreich Hinterhofschrauber, die selbständig sind und als Kleinunternehmer gut weil ohne staatliche Abgaben auskommen??
Zuviel Sozialsystem mit eigenem Wasserkopf ist auf Dauer nicht sozial, da es mehr kostet als es bringt.
Sozialer Frieden ist aber sicherlich auch jedem von uns etwas wert!
lixy
Di., 03. Aug. 2004, 13:13:48
bei meinem "Freundlichen" in KA
1. Mechanik/Motor = 88 € / St.
2. Karroseriearbeiten = 99 € / St.
3. Lackierarbeiten = 119 €/ St.
:heul: :heul: :heul: :heul: :heul:
Deswegen werden seit 12 Jahren ALLE Arbeiten an meinen Autos + denen der Fam. und Bekannten in Ungarn oder Rumänien für keine 10 € / Stunde gemacht :top: :top:
Der ROOOST an meinem 8 Monate altem Berli ist in der BRD "auf Garantie in Arbeit" lt. Cit. Köln wird wahrscheinlich die ganze Hinteraxaufhängung ausgetauscht :staun:
Bis bald, ............. dann ohne Rost ?!
Lixy
achim
Di., 03. Aug. 2004, 13:29:16
Deswegen werden seit 12 Jahren ALLE Arbeiten an meinen Autos + denen der Fam. und Bekannten in Ungarn oder Rumänien für keine 10 € / Stunde gemacht
Und das lohnt sich, die Karre dafür nach Rumänien zu fahren? :staun:
COE Stefan
Di., 03. Aug. 2004, 13:33:23
Und das lohnt sich, die Karre dafür nach Rumänien zu fahren? :staun:
...warum nicht ?
Eine Woche Urlaub mit drann,der kann auch nicht teuer sein da.
J.A.G.
Di., 03. Aug. 2004, 15:01:19
Die Auflistung finde ich sehr interressant: 2,2 % Gewinn usw.
Da wird einem wieder mal klar das der Arbeitnehmer zum Staat gehen sollte wenn er mehr Geld möchte ( und nicht den einfachen Weg zum Arbeitgeber)!!
Ferner wird deutlich welches falsche Spiel VERDI spielt!!!
Es lebe die soziale Marktwirtschaft!!!
Werner
Di., 03. Aug. 2004, 15:45:58
...warum nicht ?
Eine Woche Urlaub mit drann,der kann auch nicht teuer sein da.
Kann die Werkstattpreise nur bestätigen. Gerade in den kleineren Ortschaften in Ungarn gibts noch richtige Werkstätten. (keine "Glaspalast-Teiletauscher")
Und ne Woche Urlaub am Plattensee is auch nich teuer. (FEwo für 4 P. 40€ - eine gute Mahlzeit inner Kneipe 5 €)
Nächstes Jahr mache ich das auch so und lass in der Zeit meine Inspektion dort machen
LG
Werner
Larry
Di., 03. Aug. 2004, 23:44:35
"nur 2.2% Gewinn"
Na ja 29.1% Verwaltungskosten. Hierin sind sicherlich auch die Gelder, die effektiv als Löhne an die zumeist Familienmitglieder und evtl. die 'Entschädigungen' fürs Arbeiten des 'Managers' gezahlt werden.
Die 2.2% Gewinn sind vermutlich das, was man nur durchs Däumchendrehen erziehlt hat.
Das was übrigbleibt nachdem man Löhne, Rücklagen, Managergehälter, Zinsen und alle weitere Betriebskosten abgezogen hat. Ich nehme nicht an, dass der Inhaber / die Inhaberin nur vom Gewinn lebt, sondern sich auch ein Managergehalt genehmigt, zumindest sich etwas auf andere Weise abzwackt.
Falls er/sie nicht mit 2.2% zufrieden ist kann er/sie ja auch seinen/ihren Schuppen verticken und sich Google Aktien kaufen.
besugo
Mi., 04. Aug. 2004, 00:13:20
...2% gewinn ... 50% sozialabgaben ... ein strolch, wer das verarschung nennt ;-)
grüsse
markus
J.A.G.
Mi., 04. Aug. 2004, 07:45:09
"nur 2.2% Gewinn"
Na ja 29.1% Verwaltungskosten. Hierin sind sicherlich auch die Gelder, die effektiv als Löhne an die zumeist Familienmitglieder und evtl. die 'Entschädigungen' fürs Arbeiten des 'Managers' gezahlt werden.
Die 2.2% Gewinn sind vermutlich das, was man nur durchs Däumchendrehen erziehlt hat.
Das was übrigbleibt nachdem man Löhne, Rücklagen, Managergehälter, Zinsen und alle weitere Betriebskosten abgezogen hat. Ich nehme nicht an, dass der Inhaber / die Inhaberin nur vom Gewinn lebt, sondern sich auch ein Managergehalt genehmigt, zumindest sich etwas auf andere Weise abzwackt.
Falls er/sie nicht mit 2.2% zufrieden ist kann er/sie ja auch seinen/ihren Schuppen verticken und sich Google Aktien kaufen.
Wenn man davon ausgeht das der Mittelstand 2/3 der Steuereinnahmen in unserem Land einbringt und man weiss was heut bei diesem ständigen Typenwechsel neu erbracht werden muss ( Software,Maschinen,Spezialwerkzeuge,Mitarbeiterwei terbildung) dann brauch ich kein Mathematiker zu sein um den Gewinn von 2,2% als einigermaßen real anzusehen. Nimmt man dann noch die Arbeitsstunden eines Unternehmers und rechnet diese in Stundenlohn um wird erst richtig klar das , das obwohl er das Geschäftsrisiko trägt, er in manchen Monaten weniger verdient als ein Schichthotte ( Arbeitnehmer ). Wenn der Gewinn heutzutage bei 10% liegt ( Vor Steuer ) kann man sehr zufrieden sein!!!
Nun,aber das nur nebenbei.Achso , Familienmitglieder werden vom Staat voll angerechnet wenn sie im Betreib mitarbeiten, eine nochmalige Steuerliche Belastung die der Inhaber erbringen muss.
Gruss J.A.G.
Alex Blaubär
Mi., 04. Aug. 2004, 08:05:46
Die 2.2% Gewinn sind vermutlich das, was man nur durchs Däumchendrehen erziehlt hat.
... sich auch ein Managergehalt genehmigt,
zumindest sich etwas auf andere Weise abzwackt. ...
Das ist leider die typisch deutsche Einstellung gegenüber Unternehmern. :bindagege
Ein Firmeninhaber verdient Geld durch Däumchendrehen, Naklar!
Deswegen habe ich mich auch selbständig gemacht, damit ich durch 60 Stunden Däumchendrehen die Woche weniger verdiene als vorher mit 37,5 Stunden Festanstellung ...
Oder frag doch mal den Baron, wieviel Stunden Däumchen er die Woche dreht ...
Wo sollen denn Arbeitsplätze in Deutschland herkommen, wenn nicht dadurch, daß jemand etwas "unternimmt", also ein Unternehmen gründet und führt? Durch die Punkt-16.30-Bleistift-und-Schraubenschlüssel-Fallenlass-und-ab-an-den-Baggersee-Fraktion bestimmt nicht.
Gruß
Alexander
matrails
Mi., 04. Aug. 2004, 08:55:45
"nur 2.2% Gewinn"
Die 2.2% Gewinn sind vermutlich das, was man nur durchs Däumchendrehen erziehlt hat.
Moin zusammen,
nee, durch "Däumchendrehen" wird wohl keine Firma ihren Gewinn erzielen können.
Was ich nur nicht in Ordnung finde, ist, nur dem Kunden diese "Rechnung" unter die Nase zu reiben. Was soll der weiter machen als das zur Kenntnis zu nehmen, sich zu wundern oder halt zu ärgern. Oder will man so dagegen vorbeugen, dass sich die Kunden über zu hohe Reparaturrechnungen beschweren? Man braucht ja nur immer auf dieses "Liste" verweisen...
Alex Blaubär
Mi., 04. Aug. 2004, 09:32:50
Moin zusammen,
nee, durch "Däumchendrehen" wird wohl keine Firma ihren Gewinn erzielen können.
Was ich nur nicht in Ordnung finde, ist, nur dem Kunden diese "Rechnung" unter die Nase zu reiben.
Genau, das ist einfach schlechter Stil. Das verbreitet "gute Stimmung" genauso wie die beliebten Schilder "Wir sind hier bei der Arbeit und nicht auf der Flucht" und ähnliches. Damit signalisiert man dem Kunden hinter der anderen Seite des Schreibtischs oder der Theke sofort, was man von ihm hält ...
Und dann wundern wir uns über die "Servicewüste Deutschland".
Gruß
Alexander
fraggl
Mi., 04. Aug. 2004, 10:33:26
Genau, das ist einfach schlechter Stil. Das verbreitet "gute Stimmung" genauso wie die beliebten Schilder "Wir sind hier bei der Arbeit und nicht auf der Flucht" und ähnliches. Damit signalisiert man dem Kunden hinter der anderen Seite des Schreibtischs oder der Theke sofort, was man von ihm hält ...
Und dann wundern wir uns über die "Servicewüste Deutschland".
Gruß
Alexander
Das ist übrigens ein original Citroen-Plakat gewesen! Sollte also in mehr Citroen-Werkstaetten haengen...Und darunter dann das Plakat mit dem Titel "So ist es bei uns", ebenfalls Original-Citroen, mit dem Hinweis auf die AW-Werte von Citroen und den individuellen Werkstattsätzen, hier eben 77 und 99 Euro...
andreasb
Mi., 04. Aug. 2004, 11:24:00
Die Auflistung finde ich sehr interressant: 2,2 % Gewinn usw.
Da wird einem wieder mal klar das der Arbeitnehmer zum Staat gehen sollte .....
Und wer dagt, dass die Aufteilung, namentlich auch betreffend Gewinn, stimmt?
TS_Schoen
Mi., 04. Aug. 2004, 11:38:55
Die Preise haben wir auch. Nur nicht solch ein Schild.
Wir haben alle Testgeräte auf neuestem Stand. Mechaniker werden geschult, alles geeicht, genormt, geprüft usw usw...Wir haben dies alles nicht um stolz umher zu laufen sondern um die Probleme zu lösen und dem Kunden helfen zu können. Weil genau dies der Kunde auch von uns erwartet.
Mit einer normalen Prüflampe und einem geschulten Blick ist bei der heutigen Autogeneration nicht wirklich viel zu machen.
fraggl
Mi., 04. Aug. 2004, 11:54:01
Und wer dagt, dass die Aufteilung, namentlich auch betreffend Gewinn, stimmt?
Auf einen Prozentpunkt hin oder hr kommt es nicht an, die grobe Richtung hingegen stimmt, hört man ja auch sonst in den Medien überall, ca. 50 % Lohnnebenkosten...und das ist, was uns irgendwann allen den Kopf kostet....
fraggl
Mi., 04. Aug. 2004, 11:55:51
Nächstes Jahr mache ich das auch so und lass in der Zeit meine Inspektion dort machen
Und irgendwann kommst du aus dem Urlaub zurück und dein Chef sagt, deine Arbeit lasse ich jetzt in Ungarn machen, ist dort nämlich billiger....
TS_Schoen
Mi., 04. Aug. 2004, 11:58:28
Und irgendwann kommst du aus dem Urlaub zurück und dein Chef sagt, deine Arbeit lasse ich jetzt in Ungarn machen, ist dort nämlich billiger....
:top:
so sieht es aus....
fraggl
Mi., 04. Aug. 2004, 11:59:38
Die Preise haben wir auch. Nur nicht solch ein Schild.
Wir haben alle Testgeräte auf neuestem Stand. Mechaniker werden geschult, alles geeicht, genormt, geprüft usw usw...Wir haben dies alles nicht um stolz umher zu laufen sondern um die Probleme zu lösen und dem Kunden helfen zu können. Weil genau dies der Kunde auch von uns erwartet.
Mit einer normalen Prüflampe und einem geschulten Blick ist bei der heutigen Autogeneration nicht wirklich viel zu machen.
Ich wollte hier gar nicht die Preise an sich bemängeln, weil ordentliche Leistung und ordentliche Diagnose gehört auch ordentlich entlohnt....nur nicht so...50% Nebenkosten sind einfach nix...
TS_Schoen
Mi., 04. Aug. 2004, 12:03:52
Da stimme ich sicher zu...
Ist aber sehr interessant mal die verschiedenen Ansichten zu den Werkstatttarifen zu erfahren.
lemmi
Mi., 04. Aug. 2004, 15:08:46
Und irgendwann kommst du aus dem Urlaub zurück und dein Chef sagt, deine Arbeit lasse ich jetzt in Ungarn machen, ist dort nämlich billiger....
dann müste werner sich ja selber entlassen :lol:
bei dem gespräch wäre ich dann gerne dabei :applaus:
aber im grunde hast du recht
J.A.G.
Mi., 04. Aug. 2004, 18:17:07
Und wer dagt, dass die Aufteilung, namentlich auch betreffend Gewinn, stimmt?
Hallo Andreas,
da ihr inder Schweiz ein einfacheres Steuersystem habt, das sich in der Unternehmerseitigen Steuerbelastung von Kanton zu Kanton sehr unterscheidet ( Kanton ZUG z.Bsb. nur 4% ) kannst Du davon ausgehen das die Auflistung stimmt,hinsichtlich der prozentualen Aufteilung !!!
Gruss J.A.G.
Larry
Mi., 04. Aug. 2004, 21:26:24
Nachtrag...
...ich wollte hier nicht unterstellen, dass Selbständige grundsätzlich Däumchen drehen und Geld unterschlagen. Aber insbesondere ein Selbständiger muss selbständig genug sein, seine Tätigkeit zu ändern, wenn die Unzufriedenheit über seine nur Minimalprozente Gewinn die Zufriedenheit selbstbestimmt zu arbeiten überwiegt, anstatt seine Kunden mit solchen Schildern auf Bildzeitungsniveau vollzujammern.
Genauso lehne ich Lassallesfallen-Scheissmalochmachtmichkaputt Mentalität ab.
Es ist halt so, dass jeder die Freiheit hat, zu tun was ihn befriedigt (solange es dabei natürlich im gesetzlichem Rahmn bleibt). Wenn man jammert, aber trotzdem nichts unternimmt den Zustand zu ändern, scheint es ja doch nicht so schlimm zu sein.
Natürlich sind die Abgaben an den Staat heftig und vieles davon wird durch Verwaltung des komplizierten Systems (durch die auch viele ihr Einkommen haben) aufgezehrt.
Wer was ändern will, muss dies konstruktiv, aktiv tun, zumindest wählen gehen, aber nicht jammern.
DiDre
Mo., 16. Aug. 2004, 13:20:38
Einen fand ich besonders erschreckend :eek: die Preisliste fuer die Arbeitszeit!
Normale Arbeiten 77,- EUR, alle sonstigen Arbeiten wie Lackieren, Karosserie, Elektrik, Arbeiten, die besonders geschultes Personal oder Spezialgeraete erfordern: 99 ,- EUR! Jeweils pro Stunde, aber wenigstens schon mit MwSt!!
Zur Rechtfertigung hing gleich das naechste Plakat daneben: Die Zusammensetzung der Kosten:
2,2% Gewinn
22,2% Gehalt Monteur,
29,1% Verwaltungskosten, Geraete, Werkstattausstattung, Rueckstellungen fuer Gewaehrleistungen,
46,5% Sozialabgaben, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, bezahlter Urlaub, Uberstunden
Wenn ich jetzt gerade mal rechne: 22,2% von 77 € - das wäre ein Stundenlohn von 17,09 €. Ist doch relativ viel für einen Kfz Mechaniker - oder nicht? Oder verdient ein Kfz Mechaniker wirklich ca. 2734 € im Monat? Ich lese bzw. höre immer ganz andere Zahlen (natürlich geringer)
Oder muß man von den 22,2% auch wieder Sozialabgaben etc. abziehen? Aber eigentlich dachte ich, die wären in den 46,5 % drin. :hirnpaul:
Alex Blaubär
Mo., 16. Aug. 2004, 14:13:05
Wenn ich jetzt gerade mal rechne: 22,2% von 77 € - das wäre ein Stundenlohn von 17,09 €. Ist doch relativ viel für einen Kfz Mechaniker - oder nicht? Oder verdient ein Kfz Mechaniker wirklich ca. 2734 € im Monat? Ich lese bzw. höre immer ganz andere Zahlen (natürlich geringer)
Oder muß man von den 22,2% auch wieder Sozialabgaben etc. abziehen? Aber eigentlich dachte ich, die wären in den 46,5 % drin. :hirnpaul:
Nein.
In den 46,5 % ist sicher nur der AG-Anteil drin, in den 22,2 % steckt dagegen auch noch der AN-Anteil + Steuern.
Aber deine Abschätzung mit den 2734 € haut nicht ganz hin. Ich komme auf ca. 2.314 € Brutto, übers ganze Jahr gerechnet mit 220 Arbeitstagen a 8 Stunden und 13 Monatsgehältern.
Kommt mir trotzdem noch etwas hoch vor, soviel kriegt wahrscheinlich der Meister, der normale Geselle wohl nicht. Oder hat jemand genauere Zahlen?
Gruß
Alexander
DiDre
Mo., 16. Aug. 2004, 14:27:51
Nein.
In den 46,5 % ist sicher nur der AG-Anteil drin, in den 22,2 % steckt dagegen auch noch der AN-Anteil + Steuern.
Aha, ich weiß es ja nicht, deswegen meine Frage.
Aber deine Abschätzung mit den 2734 € haut nicht ganz hin. Ich komme auf ca. 2.314 € Brutto, übers ganze Jahr gerechnet mit 220 Arbeitstagen a 8 Stunden und 13 Monatsgehältern.
Gruß
Alexander
Ich habe einfach die von mir errechneten 17,09 € (22,2% von mind. 77 €) genommen und mit 160 Stunden durchschnittlich pro Monat multipliziert.
TomCap
Sa., 21. Aug. 2004, 23:49:34
Ist aber sehr interessant mal die verschiedenen Ansichten zu den Werkstatttarifen zu erfahren.
Ist zwar schon ein ziehmlich alter Thread, aber eh ich was neues anfange...
Habe gestern beim Peugeot-Händler ein paar Zubehörteile einbauen lassen, die vor der Auslieferung nicht eingebaut werden konnten.
Nach Durchforschen des Forums und eigener Einschätzung hab ich so mit `ner halben bis dreiviertel Stunde Arbeitszeit gerechnet. Aber der Hammer kam bei der Abholung: Sollte ich doch tatsächlich 2h20min Arbeitszeit bezahlen!
Der Gipfel war, das man mir mit Vorgabewerten seitens Peugeot kam, die da lauten: 20 min für zwei Einstiegsleisten,20 min für die Windabweiser, 45 min für die Mittelarmlehne und ,jetzt kommt`s : 1Stunde für die Radkastenverkleidung!!! :abgelehnt
Leider ist mein Kundenberater im Urlaub, so das ich erst in 14 Tagen noch mal ein richtiges Faß aufmachen kann,aber das ist ja wohl der Mt.Everest der Abzocke.
Von mir eingeschätze und teilweise getestete Einbauzeiten sehen so aus:
Windabweiser: ca. 5 min (Fenster elektrisch! runter, Teil in den Rahmen und Fenster hoch / 2Seiten)
Einstiegsleisten: ca. 5 min (säubern, aufkleben)
Mittelarmlehne ca. 10 min (4Schrauben lösen, Handbremsabdeckung raus, Armlehne in dafür vorgesehene Vertiefung - hinterer Dosenhalter - reinstrecken und festschrauben und das ganze wieder Einbauen)
Die rechte hintere Radkastenabdeckung hab ich übrigens in 30 sec aus und eingebaut (der Servicemeister war ganz baff, als ich ihm das demonstrierte), da brauch man bloß die Seitenverkleidung ,hinter der auch der Radmutterschlüssel sitzt, aufmachen,Abdeckung auflegen und Deckel wieder zu. ok.links dauert es etwas länger, da sind ein paar Plastestopfen zu lösen, um die Verkleidung abzumachen, aber alles in allem dürfte es für´n Fachmann höchstens 10 min dauern.
Naja, mal sehen wie die Sache ausgeht, zumal bei anderen Autohändlern der Einbau halt zum Servie am Kunden gehört.
Uff das war etwas lang geraten, aber irgendwie musste ich mir den Frust mal von der Seele schreiben! :sad:
Ein schönes Wochenende euch allen wünscht
Tom
der in der Freude übers neue Auto etwas getrübt ist.
kruemel
So., 22. Aug. 2004, 00:15:04
Das ist doch mal wieder Abzocke pur.
Bei so einer Unverschämtheit kannst Du ja schon fast ohne Bedenken den Händler hier Preisgeben :flop: der hätte mich das letzte mal gesehen.
Die Rechnung würde ich nicht bezahlen und es auf eine gerichtliche Auseinandersetzung ankommen lassen. (meine Meinung)
Für die Windabweiser brauche ich ohne Übertreibung 20 Sekunden, das Auspacken aus der Plastikfolie dauert da ja schon länger ;)
Was lernen wir daraus: Teile an der Zubehörtheke von Pug holen und selber einbauen.
(Keine Kritik an Dich, ich hätt´s mir auch Einbauen lassen in dem Glauben an den Händler)
kruemel
So., 22. Aug. 2004, 00:19:37
Äh noch was, sehe ich das richtig, das sind ja fast 200 Euro Einbaukosten, da gibt es ja schon 4 gute Winterreifen für :no: :no: :no: :troest:
TomCap
Sa., 18. Sep. 2004, 21:28:46
...Habe gestern beim Peugeot-Händler ein paar Zubehörteile einbauen lassen, die vor der Auslieferung nicht eingebaut werden konnten.
...Der Gipfel war, das man mir mit Vorgabewerten seitens Peugeot kam, die da lauten: 20 min für zwei Einstiegsleisten,20 min für die Windabweiser, 45 min für die Mittelarmlehne und ,jetzt kommt`s : 1Stunde für die Radkastenverkleidung!!! :abgelehnt
Nur mal ein kleiner Nachtrag: Aufgrund meiner Beschwerde sind die angesetzten Einbauzeiten noch mal überprüft wurden. Und siehe da, die Mittelarmlehne wird mit´ner halben statt ´ner dreiviertel Stunde berechnet und für die Radkastenverkleidung gibt´s für beide zusammen ´ne halbe Stunde und nicht je Seite. Find ich zwar immer noch etwas überzogen, aber immerhin gab´s etwas über 70 € zurück.
Noch ein Unterschied zwischen Peugeot- und Citroenhändler. Obwohl wir bei ersterem das Fahrzeug gekauft haben, musste ich die Zubehörrechnung bar bezahlen, der Citroenhändler hatte nach schriftlicher Bestellung kein Problem damit, auf Rechnung die Sachen rauszugeben. Da sieht man mal wieder die Unterschiede zwischen grosser Niederlassung(Peugeot) und kleinem Händler(Cit.)
Schönes Wochenende wünscht
Tom
TomCap
Sa., 18. Sep. 2004, 21:34:13
Äh noch was, sehe ich das richtig, das sind ja fast 200 Euro Einbaukosten, da gibt es ja schon 4 gute Winterreifen für :no: :no: :no: :troest:
Sorry, Christian, jetzt erst gelesen. Materialkosten 160 €, Einbaukosten 200 €.
Dein Tipp mit der Theke hatte ich für das weitere Zubehör (Schublade, Bildschirmhalter) umgesetzt.
:wave: Tom
apraschl
So., 19. Sep. 2004, 04:36:03
hab das auch schon in anderen autoforen gepostet, ist ganz interessant.
die ausnehmerei ist ja schon konstruktiv vorgesehen, wie z.B Continental in seiner Zeischrift für gewerbliche Kunden stolz veröffentlicht:
Zitat aus der Zeitschrift
Technical News
ContiTech Antriebssysteme GmbH
Konzernbereich ContiTech der Continental AG
No 7, Dezember 2002, Seite 7,8
************************************************** **********
„Zahnriemen behalten in den nächsten 10 bis 15 Jahren im Massenmarkt ihre Bedeutung“, ist sich Berger sicher. „Die nächste Riemengeneration wird bei kritischen Motoren doppelt so lange Wechselintervalle ermöglichen. Wir arbeiten schon daran.
Trotzdem sieht Helmut Engel, Segmentleiter Ersatzbedarf bei ContiTech Antriebssysteme, in der neuen Technologie zurzeit keine akute Gefahr für die Werkstätten: "Verbraucher werden beim Zahnriemen immer auf Nummer sicher gehen und sich zu einem Austausch entscheiden, wenn Fachleute dazu raten.
Und bei den meisten Fahrzeugen, die heute auf dem Markt sind, bilden Antriebsriemen und Rollen noch nicht die optimale Einheit, die einen Riemenwechsel überflüssig macht. Zahnriemenwechsel werden darum auch auf absehbare Zukunft ein wichtiges Geschäft für die Werkstätten bleiben."
************************************************** **********
Link: http://www.contitech.de/ct/contitech/themen/produkte/antriebsriemen/kfz_ersatz/docs/TechnNews02_07_d.pdf
so also läuft der beschiß. diesen text, allerdings OHNE die letzten sätze, findet man auch in den pressemitteilungen von conti.
http://www.contitech.de/ct/contitech/themen/kommunikation/presse/021001a_f_antr_de.html
conclusio: die hersteller wären ohne weiteres in der lage, ordentliche autos zu bauen, tun dies aber nicht, weil der druck der vertragswerkstätten größer ist als der druck der konsumenten. das ließe sich ja ändern. nebenbei, die mercedes- und toyota - werkstätten gehen auch ohne zahnriemengeschäft nicht reihenweise pleite.
zeigt das euren bekannten und fordert sie auf, beim autokaufen die verkäufer mit der frage nach zahnriemen, wartungskosten, risiken bei riß etc. zu traktieren. vielleicht geben die das dann doch eimal an die hersteller weiter. motoren mit sicherer und wartungsfreier ventilsteuerung (kette oder stirnräder, hydrostößel) sollten eigentlich schon lange standard sein. druck von den konsumenten her bringt sicher auf die dauer verbesserung. posting dieses beitrags in foren für andere hersteller ist erwünscht.
die neueste motorengeneration von VW könnte da auch richtungsweisend sein. (wird auch zeit bei dem, was die bisher angeboten haben), die 5-zylinder-diesel (T5-transporter, touareg) treiben außer der nockenwelle auch alle nebenaggregate (lichtmaschine, servopumpe, klimakompressor, wasserpumpe) mit stirnrädern an. auch der keilriemen entfällt dadurch.
wenn die nächsten VW-vierzylinder auch so werden, ist das sicher ein gutes verkaufsargument für die marke.
link:
http://www.tuneline.at/news/detail.asp?start=59
lemmi
So., 19. Sep. 2004, 10:27:47
naja
las es mich so sagen
eine kette ist auch nicht wartungsfrei ( hatten meine rovermotoren) auch dort gibt es verschleiß ( z.b. der kettenspanner) hydrostößel halten auch nicht ewig und nun das hauptproblem
es ist einfach teuer als ein zahnriemen !!!
apraschl
So., 19. Sep. 2004, 12:16:11
OK, kette ist in der herstellung etwas teurer als zahnriemen, aber sicher billiger als ein einziger zahnriemenwechsel. rover kenn ich selber nicht, die doppelketten von mercedes mit hydraulischem spanner halten bei halbwegs normalem betrieb (ölwechsel, kalten motor langsam warmfahren) viele 100.000km. wenn die kette wirklich ausrackert, ist sie schnell getauscht (neue mit alter einziehen). ein riß mit folgendem schwerem motorschaden ist unwahrscheinlich.
hydrostößel halten, wenn sie halbwegs sauber konstruiert sind, auch sehr lange.
DiDre
So., 19. Sep. 2004, 12:44:53
Trotzdem sieht Helmut Engel, Segmentleiter Ersatzbedarf bei ContiTech Antriebssysteme, in der neuen Technologie zurzeit keine akute Gefahr für die Werkstätten[/B]: "Verbraucher werden beim Zahnriemen immer auf Nummer sicher gehen und sich zu einem Austausch entscheiden, wenn Fachleute dazu raten".
Naja..... als ich meinen Berlingo damals zur 60.000er hatte (gerade 2 Jahre und 3 Moante alt) wollte der Werkstattmeister mir auch "sicherheitshalber" den Zahnriemen wechseln. Als ich fragte wieso, sehe der Riemen etwa schlecht aus und er nein sagte, war die Sache für mich erledigt.
Citroen schreibt den Wechsel bei 120 oder 160 Tkm (weiß es gerade nicht) vor. Also bei weniger als der Hälfte der Kilometerleistung Zahnriemen wechseln, wo auch das Gummi aufgrund des Alters noch sehr gut sein muß..... :abgelehnt :flop:
MadMaxII
So., 19. Sep. 2004, 22:44:39
bei meinem peugeot-händler hängt neuerdings auch ein schild:
Stundenverrechnungssatz 39 Euro !!! (egal wofür)
Bin ja mal gespannt, ob er sich daran hält. ;) denn bisher hat er immer pauschal verlangt. und zwar immer sauber zu wenig.
Beispiel: 01/2002: Zahnriemenwechsel bei meinem damaligen Peugeot 406 SVDT 2.1(inkl. 120000 erService): 190 Euro. Nur zur Anmerkung: Mein früherer Händler veranschlagte 1998 alleine für den Zahnriemenwechsel ca. 800 DM.
habe schon ein paarmal mit ihm drüber geredet, wie er überhaupt kostendeckend arbeiten kann, bei den niedrigen preisen.
auch die 39 euro sind ja sehr wenig, wenn ich da eure preise sehe.
gruß
max
apraschl
Mo., 20. Sep. 2004, 04:35:50
39 euro - das íst ein hammer. mit oder ohne mwst? wo ist denn die werkstatt?
DiDre
Mo., 20. Sep. 2004, 05:13:31
39 euro - das íst ein hammer. mit oder ohne mwst? wo ist denn die werkstatt?
Kommt da jetzt östererreichischer Werkstattverkehr ;)
zutis
Mo., 20. Sep. 2004, 12:13:23
Zur Rechtfertigung hing gleich das naechste Plakat daneben: Die Zusammensetzung der Kosten:
2,2% Gewinn
Nix für Ungut, aber wer auf den Trick einfällt.....
Wenn da stünde -1,9% Gewinn würden wir es ja auch nicht glauben. Oder?
Die Wahrheit ist sicher irgendwo zwischen den 2,2% und einem höheren Betrag. Zuviel mitleid sollten wir also auch nicht haben.
apraschl
Mo., 20. Sep. 2004, 15:03:21
für 39 euro die stund kann sich a ausflug nach bayern schon rechnen. ihr derfts dafür tanken kommen.
DiDre
Mi., 22. Sep. 2004, 14:35:07
Ich hab gestern auch mal einen Blick auf den Zettel mit den Werkstattpreisen gesehen. Das gehen die Stundensätze von 76,50 € (Wartungsarbeiten) über noch 2 Positionen -Mechanische Arbeiten und Karosseriearbeiten waren das glaube ich- bis hin zu 100,92 € für Lackierarbeiten
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