Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kontrolle der Trommelbremsen
Mattes47
Mi., 23. Mai. 2007, 00:43:35
Hallo,
hat jemand Ahnung von Trommelbremsen beim Berli?!
Ich wollte lediglich den Zustand überprüfen und durch das Kontrollloch kann ich schier gar nichts erkennen.
Also hab ich dann heute meinen Berlingo aufgebockt, die vier Radmuttern gelöst und die Thorxschraube. Danach wollte ich die Trommelbremse abnehmen. Aber auch mit sanfter Gewalt tat sich nichts. Kann ich mit nachdrücklicher Gewalt die Bremsbeläge oder den Zylinder beschädigen? Oder muss ich mir ein Herz nehmen und ein Stemmeisen bemühen?!
Für einen Tipp bin ich dankbar.
Viele Grüße
Mattes
msbot
Mi., 23. Mai. 2007, 08:25:25
Hallo Mattes47,
blos nicht mit Gewalt rangehen. Bei deiner Laufleistung von 135.000 km haben sich die Beläge garantiert ein wenig in die Trommel eingearbeitet. Dadurch entsteht ein Grat, an dem beim Ausbauversuch die Beläge hängen bleiben.
Früher konnte man die Beläge an einer Schraube zurückdrehen. Heutige Trommelbremsen haben einen automatischen Nachstellmechanismus für die Beläge. An diesem Mechanismus gibt es eine Vorrichtung, mit der die Beläge zurück gestellt werden können. Diese Vorrichtung müßte sich an der Rückseite der Bremse befinden. Ohne Erfahrung bzw. einer entsprechenden Beschreibung (Reparaturhandbuch) wirst du allerdings nichts erreichen, da die Vorrichtung nur sehr schwer zu erreichen ist (meist durch eine kleine Öffnung in der Bremsankerplatte).
kastu
Do., 24. Mai. 2007, 15:33:03
Hallo,
hat jemand Ahnung von Trommelbremsen beim Berli?!
Für einen Tipp bin ich dankbar.
Viele Grüße
MattesHallo Mattes,
Ahnung habe ich nicht - aber ein Reparaturhandbuch für den Berlingo 1. http://www.berlingo.org/images/smilies/pfeif.gif
Dort heisst es:
" Bremstrommelschrauben links und rechts lösen und die Trommel herunterziehen."
Ist doch ganz einfach.... Es heisst allerdings weiter:
"Falls die Trommel nicht sofort herunterkommt, kann man mit einem Plastik- oder Gummihammer ringsherum dagegenschlagen. Falls die Trommel dabei ebenfalls nicht gelöst werden kann, sollte man einen Schraubendreher an der in Bild 312 gezeigten Stelle in die Vorderseite der Bremstrommel einsetzen, um gegen den Handbremshebel zu stossen. Der Schraubenzieher drückt dabei gegen den Hebel und hebt eine Auflagewarze aus ihrer Verankerung. Die Bremsbacken werden dabei in ihre Mittelstellung zurückgebracht. Die Bremstrommel beim Ausbau hin- und herwackeln, bis sie von der Radwelle herunterkommt."
Ok, fragst Du Dich jetzt, was auf Bild 312 zu sehen ist ? http://www.berlingo.org/images/smilies/gruebel.gif
Zumindest nichts, was wirklich weiterhilft, denn offenbar ist dem Zeichner hier ein Fehler unterlaufen.
Zu sehen sind die zwei Halteschrauben der Trommel und die vier Löcher für die Radbolzen. Eines dieser Löcher ist als "Loch für den Schraubendreher" bezeichnet, aber dass kann nicht sein. Offenbar wurde schlicht das Loch nicht eingezeichnet.
Aber der entscheidende Tip ist vielleicht, dass der Rückstellmechanismus nicht von hinten durch die Ankerplatte, sondern von vorne durch die Bremstrommel zu erreichen ist.
Viel Glück.
Kay
wolfson
Do., 24. Mai. 2007, 16:07:01
Zu sehen sind die zwei Halteschrauben der Trommel und die vier Löcher für die Radbolzen. Eines dieser Löcher ist als "Loch für den Schraubendreher" bezeichnet, aber dass kann nicht sein. Offenbar wurde schlicht das Loch nicht eingezeichnet.
Aber der entscheidende Tip ist vielleicht, dass der Rückstellmechanismus nicht von hinten durch die Ankerplatte, sondern von vorne durch die Bremstrommel zu erreichen ist.Ich glaube nciht, daß dem Zeichner ein Fehler unterlaufen ist, da die Bremstrommel das Gebilde ist, das insgesamt 6 Löcher aufweist und an dem das Rad mittels der Radbolzen befestigt wird.
Man muß also die Bremstrommel in die richtige Lage drehen (vielleicht ist diese auf dem Bild erkennbar?) und durch eins der Radbolzenlöcher mit dem Schraubendreher gegen den Hebel drücken.
Übrigens sind meine Bremstrommeln nur mit einer Schraube gehalten, das zweite Gewinde ist leer ...
Welches Buch hast Du? Steht da irgend etwas über den 2,0 HDi drin?
kastu
Do., 24. Mai. 2007, 17:53:42
Ich glaube nciht, daß dem Zeichner ein Fehler unterlaufen ist, da die Bremstrommel das Gebilde ist, das insgesamt 6 Löcher aufweist und an dem das Rad mittels der Radbolzen befestigt wird.
Man muß also die Bremstrommel in die richtige Lage drehen (vielleicht ist diese auf dem Bild erkennbar?) und durch eins der Radbolzenlöcher mit dem Schraubendreher gegen den Hebel drücken.
Nein, dass die Bremstrommel gedreht werden muss und der Rückstellmechanismus durch ein Radbolzenloch erreicht werden kann, davon steht nichts im Buch.
Außerdem sind im eingebauten Zustand sind die Löcher ja durch die Radbolzen "verschlossen".
Oder das Loch wäre frei, was auf einen fehlenden Radbolzen hindeuten würde. http://www.berlingo.org/images/smilies/gruebel.gif Ich glaube aber nicht, dass Citroen den Sparwahn so weit treibt...http://www.berlingo.org/images/smilies/smile.gif
Viele Grüße
Kay
kastu
Do., 24. Mai. 2007, 22:07:15
Welches Buch hast Du? Steht da irgend etwas über den 2,0 HDi drin?Hallo wolfson,
der 2,0 HDI ist leider nicht dabei.
Bei meiner Reparaturanleitung handelt es sich um folgendes Buch:
Verlag bucheli
Reparaturanleitung Citroen Berlingo/Peugeot Partner
für die Baujahre 1998 bis 2001
Von den Dieselmotoren sind berücksichtigt:
- 1,8 l XUD7
- 1,9 l XUD9
- 1,9 l DW8
Viele Grüße
Kay
Mattes47
Fr., 25. Mai. 2007, 11:11:45
Hallo Kay,
vielen Dank für den Tipp aus dem Handbuch. Ich werde mal schauen dass ich Bewegung in Bremsengeschichte bekomme.
Viele Grüße
Mattes
Semmel
Fr., 25. Mai. 2007, 11:28:06
Wäre nett wenn du uns hier auf dem laufenden halten könntest, vlt. mit Bildern ;)
Müsste bei mir auch mal nachschauen, hab die Trommel aber bisher auch nicht runterbekommen.
Tobias
Fr., 25. Mai. 2007, 13:22:54
Ich habe vor drei Wochen ebenfalls mein Glück mit dem Abziehen der Bremstrommel versucht. Leider vergeblich. Ich habe mit Hilfe des Reperaturbuches diesen Rückstellmechanismus gesucht und an allen möglichen Stellen in der Trommel mit dem Schraubenzieher rumgedrückt, getan hat sich nichts. Bei mir ist die Trommel übriegens auch nur mit einer Schraube befestigt. Ich hoffe es findet sich jemand, der das Problem noch gelöst bekommt.
Gruß Tobias
wolfson
Fr., 25. Mai. 2007, 14:11:22
Nein, dass die Bremstrommel gedreht werden muss und der Rückstellmechanismus durch ein Radbolzenloch erreicht werden kann, davon steht nichts im Buch.Das sagt leider gar nichts - ich habe schon erlebt, daß ein Hinweis auf ein Feingewinde bei einer Mutter gefehlt hat, oder daß die Drehrichtung für das Lösen der Bremsbeläge verkehrt herum angegeben war. MUßte ich dann durch "Try and error" rausfinden ...
Außerdem sind im eingebauten Zustand die Löcher ja durch die Radbolzen "verschlossen".
Oder das Loch wäre frei, was auf einen fehlenden Radbolzen hindeuten würde.Was genau soll eingebaut sein? Wenn Du die Bremstrommel abbauen willst, wirst Du doch zuerst das Rad abnehmen, oder? Und dann "fehlen" alle Radbolzen - oder haben Deine Felgen Löcher, die so groß sind, daß Du die Räder so abnehmen kannst? (SCNR) :pfeiff:
Zur Erinnerung: Du mußt von der Außenseite an die Trommel, also quasi "durch die Felge durch".
Habt Ihr schon mal versucht, mit einer Lampe durch eins der Löcher in die Trommel zu leuchten und den Hebel für die Handbremse zu suchen?
Daß der HDi nicht in dem Buch erwähnt ist, ist der Grund, daß ich entgegen meiner sonstigen Gewohnheit das Buch nicht gekauft habe: mehr als die Hälfte über Motor, und nichts für mich dabei :bindagege
kastu
So., 27. Mai. 2007, 22:03:07
Was genau soll eingebaut sein? Wenn Du die Bremstrommel abbauen willst, wirst Du doch zuerst das Rad abnehmen, oder? Und dann "fehlen" alle Radbolzen - oder haben Deine Felgen Löcher, die so groß sind, daß Du die Räder so abnehmen kannst? (SCNR) :pfeiff:
Hallo wolfson,
Du hast natürlich recht. Als ich die mail schrieb, war ich gedanklich noch beim MINI. Der hat Stehbolzen und Radmuttern...
Ich hoffe, ich habe nicht zu sehr zur Verwirrung beigetragen. :rotwerd:
Viele Grüße
Kay
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