Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Rost und Eisenguss - Aus dem Lexikon

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Rost und Eisenguss - Aus dem Lexikon

    Gusseisen
    aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
    Unter Gusseisen versteht man eine Eisenlegierung mit einem hohen Anteil von Kohlenstoff (> 2 %) und Silizium (> 1,5 %) sowie weiteren Bestandteilen wie Mangan, Chrom oder Nickel. Es wird unterschieden zwischen dem schwarzen Gusseisen (Grauguss), wo der überschüssige Kohlenstoff in Form von Graphit, und dem weißen Gusseisen, wo der Kohlenstoff in Form von Ledeburit vorkommt.

    Das Material hat mit etwa 1100 °C einen deutlich geringeren Schmelzpunkt als der ebenfalls aus Eisen bestehende Stahl, es lässt sich aber wegen des hohen Kohlenstoffgehaltes nicht mehr schmieden. Statt dessen kann es problemlos zu Guss verarbeitet werden. Das bekannteste Verfahren ist der Guss in eine Form aus Sand.

    Aus Gusseisen werden mannigfaltigste Erzeugnisse gefertigt, von kleinsten Ziergegenständen, über Kanalgullys und Armaturen bis zu schwersten industriellen Einrichtungen. Es gibt viele Gusseisensorten, mit verschiedenen Eigenschaften.

    Die bekannteste und verbreitetste Sorte ist der Grauguss, bei dem der Kohlenstoffüberschuss in Form von Graphit vorliegt. Grauguss ist relativ gut korrosionsbeständig und hat auch vorteilhafte Selbstschmiereigenschaften. Die einfachste Graugusssorte ist Lamellenguss, in dem der Graphit in Form von dünnen unregelmäßigen Plättchen vorliegt. Diese Lamellen wirken bei Zugbelastung als Kerben, daher ist die Zugfestigkeit relativ gering ("Sollbruchstellen"). Außerdem ist diese Sorte ziemlich spröde. Andererseits verleiht der lamelare Graphit dem Werkstoff eine gute Wärmeleitfähigkeit und gute Dämpfungseigenschaften.

    Bessere Eigenschaften hat der Sphäroguss (auch Gusseisen mit Kugelgraphit genannt), bei dem der Graphit in mehr oder weniger kugeliger Form vorliegt. Erreicht wird dies durch Legierung der Schmelze mit Magnesium.

    Eine weitere wichtige Form ist der Temperguss, der nach dem Erstarren nochmals einer Glühbehandlung (Tempern) unterzogen wird. Beim weißen Temperguss glüht man in einer Sauerstoff abgebenden Atmosphäre, wodurch den Gussstücken (zumindest im Randbereich) der Kohlenstoff entzogen wird, wodurch sich die Eigenschaften denen des Stahls annähern. Schwarzer Temperguss wird in einer sauerstofffreien Atmosphäre geglüht, dabei kommt es zu Veränderungen im Gefüge, die die Eigenschaften positiv beeinflussen. Die Graphitlamellen ziehen sich bei der Langzeitglühung zusammen in einzelne Nester und größere Bereiche der Matrix bleiben Graphitfrei. Die Verbesserungen sind nicht auf die Randzone des Werkstückes beschränkt.

    Diese Sorten vertragen auch geringe plastische Verformungen, ohne zu brechen.

    Eine neuere Werkstoffentwicklung ist der Vermikulargraphit-Guss. Bei ihm liegt der Graphit weder als Lamelle, noch als Kugel vor, sondern als Knoten. Die mechanischen Eigenschaften dieses Werkstoffes liegen zwischen dem Gusseisen mit Lammelengraphit und denen des Gusseisens mit Kugelgraphit. Seine Herstellung ist jedoch schwieriger und erfordern eine eng tolerierte Schmelzbehandlung.

  • #2
    Sehr schön Wolf

    aber kannst du auch rausbekommen, welches dieser vielen Gußmaterialien genau am Berli verbaut wurde und ob dessen Rost tatsächlich nur unsere Augen stört

    Gruß Thomas

    Kommentar


    • #3
      Antwort

      Hallo,

      kann ich natürlich nicht feststellen. In Old Germoney gibt es Stempel auf den Werkstücken. Wie das in Spanien aussieht weiß ich nicht.
      Was mich beruhigt ist:
      Auf der Zitadelle in Mainz liegen seit über 10 Jahre Fragmente einer Ente rum. Die Hinterachsschwingen aus Guss widerstehen immer noch der Witterung, der Rest ist, bis auf Motorteile, verschwunden
      Ich denke wir haben es mit Grauguss zu tun. Nach Ansicht eines heute von mir befragten Metallers dauert das verdammt lange bis da was durchrostet.
      Man soll aber die isolierende Außenhaut in Ruhe lassen.
      MFG
      Wolf

      Kommentar


      • #4
        Apropos Kanaldeckel...

        Die liegen über Jahrzente, werden bei jedem Regen nass, und werden im Winter stets mitgepökelt. Ist da schon mal jemand durchgebrochen... :rolleyes: ?

        Kommentar


        • #5
          @ « jwp »

          Kein Alkohol am Steuer!! Ein Schlagloch reicht aus, und er ist verschüttet...
          Der ist gut ...

          Gruß Tommi

          Kommentar


          • #6
            Zitat von tommi
            @ « jwp »


            Der ist gut ...

            Gruß Tommi
            jaa nich!! Das sind Erfahrungen eines "Gewohnheitstrinkers"

            Kann mir nich vorstellen, dass das Jürgen schonmal passiert ist.... weil - er trinkt immer so viel.......

            LG

            Werner (uups - schon wieder "off topic" *duck und wech*)

            Kommentar


            • #7
              Zitat von « jwp »
              Kein Alkohol am Steuer!! Ein Schlagloch reicht aus, und er ist verschüttet...
              __________
              Xantia X2 - EL CX 12 - Federkugeloptimiert (mmmmmh, meine . Schweben statt Beben. Hyp eben ...)
              Und ich dachte immer dass deine Signatur die Wahrheit entspricht, oder wie kann man in einen Schwebenden Xantia X2 sein getrank verschütteln


              PS: Sorry, ich konnte es einfach nichts lassen

              Kommentar


              • #8
                Hicks

                Devise: Rotwein statt Rost?????????????????????
                Mit beschwingten Grüßen
                W.

                Kommentar


                • #9
                  Zitat von STYLUS3530
                  Und ich dachte immer dass deine Signatur die Wahrheit entspricht[...]
                  Stylus, was hilft´s, wenn ich nix verschütte...? Wir reden doch im Berlingo-Forum, meine Sig gilt dementsprechend für Berlingo-Treiber und dem Rest der stahl(hart)gefederten automobilen Welt

                  Hicks...
                  Jürgen

                  Und nun BTT

                  Kommentar


                  • #10
                    Ein Hallo ins Forum,

                    ich habe bei meinem Freundlichen nachgefragt, da mich der Rost ebenfalls drei Wochen nach erhalt des Fahrzeuges nachdenklich stimmt. Angeblich ist der Rost nur kosmetischer Natur...
                    Ich wundere mich, warum bei meinem Berli nur hinten der Guss rostet, vielleicht bin ich aber auch zu blöd und vorne ist gar kein Grauguss...

                    L.G. Siegenkind

                    Kommentar

                    Lädt...
                    X