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    [COLOR=Red]Hier geht‘s zum Stichwortverzeichnis der FAQ von #, A bis Z.[/COLOR]

    Dieser Beitrag wurde übernommen aus: „Berliworld-FAQ” (Steve, nochmals vielen Dank!)

    Ändern der Schalterbeleuchtung von Klima-, Heckscheibenheizungs- und Fensterheberschalter im Berlingo I
    <table border=0><tr><td width=10>&nbsp;</td><td width=565>&nbsp;</td><td width=135>&nbsp;</td><td width=10>&nbsp;</td></tr><tr><td>&nbsp;</td><td width=700 colspan=2>
    Grundsätzliches zu den verwendeten Leuchtdioden:<br>Ich habe blaue Leuchtdioden, rund, mit einem Durchmesser von 3 mm, einem Abstrahlwinkel von 50&deg; und einer Leuchtstärke von 90 mcd verwendet. (Möglich sind auch 5 mm, dazu später) Inzwischen ist mir das etwas zu dezent bei Tageslicht, beim nächsten Mal würde ich etwas Stärkere verwenden und die Helligkeit über den Vorwiderstand einstellen. Mein erster Versuch waren 5 mm mit 3500 mcd. Bei Tageslicht ok, aber nachts so hell, daß der Beifahrer blau ausgeleuchtet wurde.<br>Leuchtdioden gibt&lsquo;s in Leuchtstärken bis weit über 10000 mcd. Zur Vorstellung: die im Computer verbauten Leuchtdioden haben ca. 20-30 mcd. 5000 mcd ist etwa so hell wie eine kleine Taschenlampe (und eigenen sich prima zur Erweiterung der Innenraumbeleuchtung und zum Bau einer sehr unauffälligen Kofferraumbeleuchtung ).<br><br>Beim Einbau von Leuchtdioden (=LED) sind drei wichtige Eigenschaften zu beachten:<br><br>- Die Durchlaßspannung (U<sub>LED</sub>) der LED:
    </td><td>&nbsp;</td></tr><tr valign=top><td>&nbsp;</td><td width=565>
    Sie ist abhängig von der Lichtfarbe der LED. Rechts sind die typischen Spannungen der einzelnen Farben aufgelistet.<br><br>Die genauen Werte sind der LED-Beschreibung bei der Bestellung oder den zugehörigen Datenblättern zu entnehmen.
    </td><td width=135><table border=1 width=125><tr><td>
    Rot
    </td><td>
    1,85 V
    </td></tr><tr><td>
    Grün
    </td><td>
    3,3 - 3,5 V
    </td></tr><tr><td>
    Blau
    </td><td>
    3,5 - 3,6 V
    </td></tr><tr><td>
    Weiß
    </td><td>
    3,5 - 4,0 V
    </td></tr></table></td><td>&nbsp;</td></tr></table><table border=0><tr><td>&nbsp;</td><td colspan=2>
    - Die Polung:
    </td><td>&nbsp;</td></tr><tr valign=top><td>&nbsp;</td><td width=159></td><td width=541>
    LEDs sind gepolt, d.h. sie haben einen Minus- und einen Pluspol. Hält man eine LED gegen das Licht, kann man im Inneren 2 verschieden ausgeformte Elektroden erkennen. Die größere mit dem becherförmigen Ende ist der Minuspol. Schließt man sie falsch an, gehen sie nicht und könnten im Extremfall sogar Schaden nehmen. Ein kurzes Verpolen (&asymp;10 s) hat bei mir noch keine LED zerstört, man kann also bei Bedarf die Polung auch durch Probieren herausfinden.
    </td><td>&nbsp;</td></tr></table>
    <table border=0><tr><td width=10>&nbsp;</td><td width=700 colspan=3>
    - Der Vorwiderstand:
    </td><td width=10>&nbsp;</td></tr><tr valign=top><td>&nbsp;</td><td width=400 colspan=2>
    LEDs kann man nicht direkt an eine Stromquelle anschließen, da sie quasi einen Kurzschluß darstellen. Man muß einen Widerstand vorschalten, der den Strom begrenzt. Die Größe des Widerstands ist abhängig von der Betriebsspannung und den Kenngrößen der LED und kann nach der rechts gezeigten Formel berechnet werden.
    </td><td width=300 rowspan=3><table border=1><tr><td><table border=0><tr><td>
    Formel:<br>R<sub>V</sub> = (U<sub>B</sub> - U<sub>LED</sub>) &divide; I<sub>LED</sub>
    </td></tr></table></td></tr><tr><td><table border=0><tr><td colspan=2>
    Legende:
    </td></tr><tr valign=top><td>
    R<sub>V</sub>
    </td><td>
    gesuchter Vorwiederstand (in Ohm)
    </td></tr><tr valign=top><td>
    U<sub>B</sub>
    </td><td>
    Betriebsspannung (in Volt)
    </td></tr><tr valign=top><td>
    U<sub>LED</sub>
    </td><td>
    Durchlaßspannung der LED (in Volt)
    </td></tr><tr valign=top><td>
    I<sub>LED</sub>
    </td><td>
    Durchlaßstrom der LED (in Ampere,<br>1 A = 1000 mA)
    </td></tr></table></td></tr><tr><td><table border=0><tr><td>
    Beispiel:<br>Bei meinen 3 mm LEDs ist die Rechnung also :<br>R<sub>V</sub> = (12 Volt - 3,5 Volt) &divide; 0,02 Ampere = 425 Ohm
    </td></tr></table></td></tr></td></tr></table></td><td>&nbsp;</td></tr><tr><td>&nbsp;</td><td colspan=2 width=400>
    <br>Der Widerstand muß nicht genau den errechneten Wert haben. Mit größeren Widerständen kann man die Helligkeit reduzieren, kleinere Widerstände haben kaum Auswirkung auf die Helligkeit, können aber, wenn der Strom eine gewisse Grenze überschreitet, die Lebensdauer der LED sehr rapide verkürzen. Abweichungen von 5 - 10 % sind IMHO unkritisch. Ich habe 390 Ohm / 0,25 Watt verwendet, die noch in der Bastelkiste lagen. Der Widerstand wird normalerweise am Pluspol der LED angeschlossen.
    </td><td>&nbsp;</td></tr><tr valign=top><td>&nbsp;</td><td width=130>
    Der Widerstand wird normalerweise am Pluspol der LED angeschlossen.
    </td><td width=270></td><td>&nbsp;</td></tr></table>

    Jetzt geht's los:

    Benötigtes Werkzeug:
    Torxschraubendreher, kleine Schlitzschraubendreher, Spitzzange, kleiner Seitenschneider, Elektronik-Lötkolben (ca. 10 Watt) mit feiner Spitze (keine Lötpistolen oder ähnliches schweres Gerät, das taugt nur für Regenrinnen und dickere Kabel), Elektronik-Lötzinn (mit Flußmittelseele), etwas Übung im Umgang mit dem Lötkolben (kleine Lötstellen sind wegen der beengten Platzverhältnisse im Schalter notwendig)

    Material:
    LEDs in gewünschter Farbe und Helligkeit, sowie entsprechende Vorwiderstände (0,25 Watt reicht, Hauptsache klein). Preise pro LED 0,02 - 3,00 &euro;, je nach Ausführung und pro Widerstande 0,02 - 0,10 &euro;/Stück.

    benötigt wird:
    • je Fensterheberschalter eine 3 mm LED
    • Heckscheibenheizungsschalter 3 oder 5 mm LED, vorhandener Wiederstand kann (muß aber nicht) weiterverwendet werden
    • Klimaanlagenschalter 3 oder 5 mm LED passender Wiederstand

    Bezugsquellen z.B.:
    ESKA-Technik (hat IMHO die größte Auswahl)
    Conrad Elektronik
    Reichelt Elektronik

    Besonderheit bei 5 mm LEDs:
    LEDs haben typischerweise am unteren Ende des Glaskörpers einen Rand. Bei Verwendung von 5 mm LEDs muß dieser aus Platzgründen entfernt werden, z.B. abfeilen, oder mit einem feinen Seitenschneider vorsichtig abkneifen. Vorsicht, wenn der Glaskörper dabei zerspringt ist die LED normalerweise hinüber!



    Ausbau der Schalter:
    wie schon in einem älteren Beitrag aus unserem Forum beschrieben:

    Zuerst entfernst Du die vier Schrauben des Radiorahmens. (Der Rahmen mit der Klappe)

    Die Schalterblende ist mit vier, ich sag mal &bdquo;Nasen&rdquo; befestigt. Je eine befindet sich links und rechts am Ende der Schalterblende, und je eine links und rechts vom Schalter der Warnblinkanlage. Die &bdquo;Nasen&rdquo; kann man gut fühlen, wenn man von innen hinter die Blende greift. Zuerst werden die Seitenbefestigungen gelöst und dann die mittleren Beiden. Am Besten die &bdquo;Nasen&rdquo; ca. 3 mm Hochdrücken und gleichzeitig ziehen. Die Mittleren gleichzeitig mit Zeige- und Mittelfinger Hochdrücken. Dann gibt&lsquo;s keinen Bruch.

    Die Schalter selbst sind auch nur eingesteckt. Von innen seitlich den Schalter zusammendrücken dann kannste ihn herausziehen.


    Schalter von den Steckern abziehen, Vorsicht, am Fensterheberschalter ist eine Raste am Stecker, die man ein bißchen hochbiegen muß um den Stecker abzuziehen.



    Zuerst nehmen wir uns den Klimaanlagen- und Heckscheibenheizungsschalter vor:
    Zwischen den Steck-Kontakten auf der Rückseite des Schalters sitzt ein schwarzer Nippel. Zieht man diesen vorsichtig heraus, hat man die Schalterbeleuchtung in der Hand. Im Heckscheibenheizungsschalter sitzt eine LED mit Vorwiderstand, im Klimaanlagenschalter eine Glühlampe.



    Durch die Öffnung in der Schalterrückseite drückt man mit einem dünneren Schraubendrehen vorsichtig die Symbolgläser aus dem Schalterknopf. Der Farbfilter unter dem eigentlichen Symbolglas sollte man weglassen, wenn man andersfarbige LEDs einbaut. Das Symbolglas drückt man wieder in die Öffnung des Schalters.



    Beim Heckscheibenheizungsschalter ersetzt man die vorhandene LED durch eine Neue, in meinem Fall eine blaue 3 mm. Achtung! Auf die Polung achten, der Widerstand sitzt am MINUSPOL und sollte möglichst dicht an die LED gelötet werden. Den vorhandenen Widerstand habe ich weiter benutzt.



    Das Ende des verbliebenen Anschlußdrahts der neuen LED und den Anschluß des Widerstandes biegt man um die Kante das Belichtungshalters. Als Biegemuster dient die ausgebaute LED. Die neue LED evt mit einem kleinen Tropfen Heißkleber o.ä. am Halter fixieren.



    Wenn man eine 5 mm LED benutzen will, muß man zuerst wie oben beschrieben den Rand entfernen und sie möglichst genau zentrisch im Halter fixieren. Den geänderten Halter wieder in den Schalter stecken (er hat eine Nase, und geht nur in einer Position rein), Schalter im Auto anschließen und ausprobieren.

    Beim Klimaanlagenschalter muß man den Halter kürzen um Platz für den Vorwiderstand zu gewinnen. Dazu schneidet man die konische Spitze des Halters ab.



    Dann lötet man den Vorwiderstand wieder möglichst dicht an die LED (diesmal an den Pluspol), biegt die Anschlußdrähte nach Muster der Originalglühlampe und setzt sie in den Halter ein. Wer will, kann sie mit etwas Kleber fixieren.



    Dieser Halter hat keine Nase, man muß ihn so in den Schalter stecken, daß der Minusanschluß der LED zu der Schalterseite mit den beiden langen Plastikzungen hin zeigt. Den Schalter im Auto anschließen und testen. Wenn alles geht, kann man die Mittelkonsole wieder zusammenbauen. Wer jetzt erst richtig Lust auf weitere pfriemelige Lötarbeiten bekommen hat ändert vorher auch noch die Beleuchtung der Fensterheberschalter.



    Die Fensterheberschalter:
    Zuerst muß der Schalter zerlegt werden. Dazu müssen die 4 Rastnasen auf beiden Seiten des Schalters vorsichtig gelöst werden. Dann kann man das Innenteil herausziehen.



    Das Innenteil besteht aus dem Steckerblock und der Schalterplatine. Beides ist über 5 Verbindungsstreifen miteinander verbunden. Diese Streifen sind nicht gerade stabil und brechen leicht. Jetzt wird die Platine gerade soweit hoch gebogen, daß man an der Unterseite an die Lötpunkte heran kommt.



    Die Original-LED ist an diesen zwei Punkten auf der Unterseite der Platine eingelötet.



    LED auslöten, und durch Neue ersetzen. Polung beachten Überstehende Drahtenden dicht über der Lötstelle abschneiden. Jetzt die Platine vorsichtig in ihre ursprüngliche Position zurückbiegen. Sollte einer der Verbindungsstreifen dabei brechen werden die Enden mit einem kleinen flachen Lötpunkt wieder verbunden. Schalter im Auto anstecken und Funktion überprüfen. Sollte etwas nicht funktionieren, noch mal Verbindungstreifen und Polung der LED kontrollieren. Wenn alles geht, Schalter wieder zusammenbauen (er läßt sich nur in einer Position zusammenstecken) und darauf achten, daß alle 4 Nasen eingerastet sind. Schalter im Berli montieren und Mittelkonsole wieder zusammenbauen.

    Kleingedrucktes...

    Alle Angaben sind ohne Gewähr. Sie beziehen sich auf meinen Berlingo I HDI Chrono (EZ 10/02). Jeglicher Umbau erfolgt auf eigene Gefahr. Natürlich bin ich offen für alle Anregungen und Verbesserungsvorschläge, die sicher möglich sind. Sollten Fragen offen geblieben sein schreibt mir bitte eine Mail über das Forum.
    Viel Spaß beim Nachbauen, nur Mut, es ist kein Hexenwerk, nur halt etwas fummelig.

    Fossi


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    Zuletzt geändert von ; 21.06.2004, 21:00.
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